Tierheim „Edith Vogel“ feiert 25-jähriges Bestehen / Zweites Katzenhaus geplant

Aus Leidenschaft für die Vierbeiner

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Im Außenzwinger spielt Mandy Rath mit dem Rottweiler-Mischling Spike Fußball. Das Tierheim „Edith Vogel“ am Eichstedter Weg feierte am vergangenen Wochenende sein 25-jähriges Bestehen.

Stendal. Auf ein Vierteljahrhundert im Dienst für Hund, Katze & Co. konnten Gäste und Mitarbeiter am Sonnabend zurückblicken. Das Tierheim „Edith Vogel“ hatte zum Feiern des 25-jährigen Bestehens auf die Anlage am Eichstedter Weg in Borstel eingeladen.

Stendal. Auf ein Vierteljahrhundert im Dienst für Hund, Katze & Co. konnten Gäste und Mitarbeiter am Sonnabend zurückblicken. Das Tierheim „Edith Vogel“ hatte zum Feiern des 25-jährigen Bestehens auf die Anlage am Eichstedter Weg in Borstel eingeladen.

Vor 25 Jahren stand hier noch eine Schweinemastanlage, eine sogenannte landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft. Erst als Edith Vogel den Bau kaufte, wurde ein Tierheim draus, weswegen es auch ihren Namen trägt. Aus dem damaligen Schweinestall wurde das Hundehaus. Container vom einst geplanten Kernkraftwerk bei Arneburg wurden zum Katzenhaus umgebaut. Doch seitdem hat sich viel getan. Die Kapazitäten reichten nicht mehr aus und die gesetzlichen Bestimmungen forderten eine Veränderung. So wurde das erste Katzenhaus vor zwei Jahren fertig gestellt. Kleine Zimmer mit Katzentoilette, Kratzbaum und Kuschelecke bieten den Stubentigern ein sauberes und schönes Wohnen. Die Zimmer haben kleine Durchgänge zueinander sowie ins Freigehege.

Das zweite Katzenhaus ist noch im Rohbau, wird aber in den nächsten Monaten bezugsfertig sein. Hier entsteht zusätzlich eine Krankenstation für Katzen und Sozialbereiche für die acht Mitarbeiter, berichtet Antonia Freist, Leiterin des Tierheims. Das Kleintierhaus wurde vor zwei Wochen bezogen, hier leben Kaninchen und andere Nager artgerecht in großen Boxen. Für die kommenden Jahre ist ein Neubau für die Hunde geplant. Auch eine Kranken- sowie Quarantänestation wird es dann für die Vierbeiner geben, erzählte Vereinsvorstand Carlo Jung. Ein Fond des deutschen Tierschutzbundes und Verträge mit acht Kommunen sowie private Spenden ermöglichen das Bauprojekt. Einige Hunde leben in Außenzwingern, andere im Innenbereich mit Auslauf.

Seit der Nutzung der sozialen Medien wie Facebook wurden viele Tiere vermittelt und blühen in ihren neuen Domizilen auf, so Freist. Für über 200 Katzen und etwa 40 Hunden ist dies noch nicht der Fall. Ungefähr 15 Vereinsmitglieder gehen täglich mit den Hunden Gassi. Eine große Hilfe, so die Tierheim-Chefin. Carlo Jung ist dankbar für die vielen Spenden zum Geburtstag von Kommunalpolitiken, Vereinen sowie Privatpersonen. Beim Rundgang an den Außenzwingern der Hunde entlang, kommen Besucher unweigerlich auch am Tierfriedhof vorbei. Ein Platz, an dem die Tierheimtiere, aber auch Tiere aus privaten Familien den „Weg über die Regenbogenbrücke“ antreten. Eins bekommen alle Tiere, die in das Tierheim einziehen: einen Namen, vergeben von den Mitarbeitern. Der Altmärkische Tierschutzverein Kreis Stendal zählt zurzeit 220 Mitglieder. Für das leibliche Wohl der zahlreichen Gäste und ihre Unterhaltung war gesorgt. Eine Tombola, die als Hauptpreis einen Rundflug über die Rolandstadt bot, ein Trödelbasar sowie Dosenwerfen sorgten für ein buntes Programm bei der Feierstunde.

Von Ute Krug

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