Kunert will auf Stendals Chefsessel

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Wird kandidieren: Katrin Kunert.

kah Stendal. Für die kommende Oberbürgermeisterwahl wollen die Linke in Stendal die stärkste Personalie, die sie haben, ins Rennen schicken: die Bundestagsabgeordnete Katrin Kunert.

„Für uns ist das ein deutliches Signal dafür, dass wir es ernst meinen mit dem politischen Wechsel in Stendal“, sagte gestern der Fraktionschef der Linken, Joachim Röxe. Kunert (51) ist seit 2005 im Bundestag und seit 2009 im Stadtrat Stendal.

Kunerts Linie: Bei Entscheidungen müssten die Bürger einbezogen werden, sagt sie, und Entscheidungen messen sich an der Mitwirkung der Bürger. In Stendal sei „die Dreiecksbeziehung Verwaltung-Politik-Bürger ins Wanken geraten“, meint sie. Der Stadtrat sei ihr „zu intransparent, lustlos und langweilig“, deshalb wolle sie ihn beleben und für Stendaler attraktiver machen. Sie sprach sich für die Rekommunalisierung der Stadtwerke aus und für einen „Bürgerhaushalt“, bei dem in bestimmten Bereichen der Politik Mitbestimmung der Bürger herrsche.

Die Wahl ist am 21. Juni. Weitere bisherige Kandidaten sind der Amtsinhaber Klaus Schmotz (CDU) und der Stadtrat Reiner Instenberg (SPD). Kunerts Bundestagsamt werde sie im Falle eines Erfolges an den Nachrücker Jörg Schindler aus Wittenberg abgeben.

Von Kai Hasse

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