Vier Tonnen schweres Teil ersetzt ausgedientes Aggregat / Neue Info-Säule am Krankenhaus

Kühlturm hängt am Riesenhaken

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Die Gurte sind schon dran, die Schutzfolie hängt noch drüber: Der neue Kühlturm wurde gestern mit einem der höchsten Kräne der ganzen Region auf das Dach des Stendaler Johanniter-Krankenhauses gehoben.

Stendal. Ein Krankenhaus braucht allerlei technisches Gerät – auch einen Kühlturm. Einer der höchsten Kräne der ganzen Region hat das neue, vier Tonnen schwere und 50 000 Euro teure Teil gestern auf das Dach des Stendaler Johanniter-Krankenhauses gehievt.

Für diese Aktion galt es, logistische wie technische Herausforderungen zu meistern.

Gebraucht wird die Kühlung etwa für Großgeräte wie MRT (Magnet-Resonanz-Tomografie), CT (Computertomografie) oder sogenannte Linearbeschleuniger, sagte Tobias Mertens, der Technische Leiter, gestern auf AZ-Nachfrage. Denn all diese Geräte verschlingen Tag für Tag viel Kaltwasser. Gekühlt wird dieses Wasser mittels riesiger Kälteanlagen, wozu eben auch ein Kühlturm gehört.

Die Stendaler Klinik hat zwei Kühltürme auf dem Dach. Einer davon hatte nach 17 Jahren Dienst ausgedient und wurde nun durch einen neuen, geschlossenen Rückkühler ersetzt. Gestern Mittag hob ein Kran, der extra aus Brandenburg angefahren worden war, das Gerät auf eine Höhe von mehr als 35 Metern auf das Dach des Krankenhauses. Zu diesem Zweck wurden mehrere Ausgänge und die Zufahrt am hinteren Bereich für zwei Tage gesperrt.

Bis zur Inbetriebnahme des neuen Kühlers Ende April wird der zweite Kühlturm vor-übergehend die Aufgabe der Wasserkühlung allein übernehmen.

Zusätzlich zum neuen Kühlturm bekam das Gebäude an der Wendstraße einen neuen Schriftzug, eine neue Beleuchtung für die Notaufnahme und eine neue Anzeigensäule. Letztgenannte wird im Dunkeln beleuchtet und soll die Orientierung erleichtern.

Von Niels Troelenberg

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