Als vormals ausgestorben geltende Hautkrankheit ist wieder da / Dunkelziffer vermutlich höher

Krätze: Schon elf Fälle gemeldet

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Bei Scabies nistet sich die weibliche Krätzmilbe in der obersten Hautschicht ein und legt dort Eier.

mei Stendal. Krätze galt als ausgestorben – jetzt ist diese ansteckende Hautkrankheit wieder da: In diesem Jahr wurden dem Stendaler Gesundheitsamt schon elf Fälle gemeldet, die Dunkelziffer könnte weitaus höher sein.

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Denn gemeldet werden muss Krätze nur, wenn zwei mehr Erkrankungen auftreten oder Scabies, so der medizinische Name, in Gemeinschaftseinrichtungen auftritt. Krätze wird durch winzige Milben hervorgerufen und geht mit heftigem Juckreiz, juckenden Knötchen oder Papeln und entzündlichen Hautveränderungen einher. Überraschenderweise trifft es oft gepflegte Menschen. Krätze wird vor allem durch engen Körperkontakt (insbesondere beim Geschlechtsverkehr) übertragen. Auch das gemeinsame Nutzen von Bettwäsche, Matratzen, Decken, Kissen, Handtüchern oder Kleidung kann eine Ansteckung zur Folge haben. Weitere mögliche Infektionsquellen sind Plüschtiere.

Bei Scabies besiedelt die weibliche Krätzmilbe die Haut, indem sie sich in der obersten Hautschicht einnistet, sich dort von Zellflüssigkeit und Hautzellen ernährt und in kleinen, in die Haut gegrabenen Gängen nicht nur Kot, sondern täglich etwa ein bis drei Eier ablegt. Aus den wenige Tage später schlüpfenden Larven werden in zwei bis drei Wochen geschlechtsreife Krätzmilben, die sich auf der Haut verpaaren. [...]

Von Ulrike Meineke

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