Kritik an möglicher Bundestags-Kandidatur aus Börde/Jerichow

Konkurrenz in Nord-SPD

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Die Bundestagswahl steht im kommenden Jahr bevor.

kah Stendal. Die Bundestagswahl steht im kommenden Jahr bevor, und die SPD im Land Sachsen-Anhalt streitet bereits um die Positionen ihrer aussichtsreichsten Kandidaten. Speziell aus dem Norden des Landes könnte es da Gedränge geben.

Marina Kermer

Als sicher gelten nur die ersten drei der Liste aus Sachsen-Anhalt. Akzeptierte Bewerber aus den Großstädten sind der Magdeburger Burkhard Lischka und der Hallenser Karamba Diaby. Nun will auch Katrin Budde aus Magdeburg einen Posten am Kopf der Liste, und aus dem Norden des Landes gibt es möglicherweise gleich zwei Kandidatinnen für einen Platz weit oben in der Wahl-Hierarchie: die alteingesessene Marina Kermer – und Franziska Kersten. Letztere habe sich nicht abgeneigt gezeigt, für einen der Top-Plätze aus dem Nachbarwahlkreis Börde/Jerichower Land heraus zu kandidieren.

Franziska Kersten

Einigen Sozialdemokraten im Norden platzt da der Kragen, denn noch ist Kersten im Stendaler SPD-Kreisvorstand. Ex-Landtagsabgeordneter Ralf Bergmann kritisiert, dass Kersten mit ihrem Stendaler Insiderwissen der SPD-Kandidatin Marina Kermer Konkurrenz machen könne. „Ich halte das für unvereinbar“, so Bergmann erbost. Beide Kandidatinnen wollten sich gestern noch nicht dazu äußern.

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