Gedenktafel auf Burgberg wird feierlich eingeweiht

Kommunistische Willkür: Stadt erinnert an Opfer

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Einer der Initiatoren: VOS-Mitglied Ralph-Peter Klingenberg zeigt in der Gedenkstätte Magdeburg frühere Stasi-Zellen.

Tangermünde. Dafür haben Opfer und Angehörige wie Liese-Lore Hopp lange kämpfen müssen. Eine Gedenktafel für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft wird auf dem Tangermünder Burgberg angebracht.

Dort hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg ein größerer Sammelpunkt für Häftlinge befunden, die nicht zuletzt in das sowjetische Speziallager Sachsenhausen gelangten und dort zum großen Teil umkamen. Diesen Weg gingen Nationalsozialisten und andere wichtige Säulen des Regimes sowie Menschen, welche die Sowjets dafür hielten, oftmals ohne ein Gerichtsverfahren, geschweige denn einer Prüfung der persönlichen Schuld. Hopps Vater Alwin Kempe, ein Lehrer aus Heiligenfelde und Erxleben, starb in Sachsenhausen, vermutlich an den Haftbedingungen. In der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) Magdeburg fand sie Verbündete (die AZ berichtete).

Die Gedenktafel für die Opfer wird am 18. Oktober feierlich eingeweiht. Bürgermeister Jürgen Pyrdok spricht. VOS-Vorsitzender Dr. Carl-Gerhard Winter hält ein Grußwort, Stasiunterlagenbeauftragte Birgit Neumann-Becker ein Gedenkwort. Und auch Hopp ist dabei. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr auf dem Burgberg.

Von Marco Hertzfeld

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