Stendal: Baubeginn für 35 Millionen-Euro-Neubau im Frühjahr geplant

Klinik braucht mehr Platz

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Leistungsstarke Abrisstechnik zernagt historischen Backstein. In den Neubau investiert das Krankenhaus 23 Millionen Euro.

Stendal. Das gefräßige Greifmaul eines leistungsstarken Abrissbaggers zernagt am Rande der Stendaler Altstadt in historische Backsteinfronten am Nordwall: Damit schafft das Johanniter-Krankenhaus Platz für einen lange geplanten, fünfgeschossigen Neubau.

Und Raum für die Kinder- und Frauenklinik, die von der Bahnhofstraße umverlegt wird.

„Der in den letzten Monaten vorbereitete Abriss alter Gebäude hat begonnen. Hier entsteht Raum für einen Neubau, der bis 2019/20 fertig gestellt sein wird“, teilt die Klinik am Montag mit. „Als eines der modernsten Krankenhäuser Sachsen-Anhalts stellen wir uns mit dieser Investition zukünftigen Herausforderungen und handeln als Schwerpunktkrankenhaus der Region im Sinne der optimalen Versorgung unserer Patienten“, erklärt Geschäftsführer Franz Caesar. Eine Erweiterung der Kapazitäten des Johanniter-Krankenhauses sei aufgrund des in den nächsten Jahren zu erwartenden steigenden Patientenaufkommens notwendig. Die Investitionssumme beläuft sich auf 35 Millionen Euro, davon stammten 23 Millionen aus Eigenmitteln.

Voraussichtlich im Frühjahr 2017 beginnt auf einer Fläche von 72 mal 47 Meter der Neubau des fünfgeschossigen Gebäudes am zentralen Standort des Krankenhaus an der Wendstraße. Mit dem Neubau wird Raum für die Kinderklinik und die Frauenklinik geschaffen, die beide zur Zeit noch in älteren Gebäuden am Hauptbahnhof in der Stadtmitte untergebracht sind. Auch die Intensivstation wird größer und technisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Zudem wird das Klinikum eine große und moderne Wachstation erhalten, die genügend Platz für eine Schlaganfalleinheit bereithält.

Mit dem vom Land geförderten Neubau startet das Johanniter-Krankenhaus seinen letzten großen Bauabschnitt. Nach Fertigstellung werden alle Patienten- und Behandlungszimmer auf dem neuesten Stand sein.

„Wir wissen, dass die Baumaßnahmen in kommender Zeit mit Beeinträchtigungen, insbesondere durch Lärm, für die Anwohner verbunden sind. Wir entschuldigen dies vorab und bitten unsere Nachbarn um Verständnis und Nachsicht“, so Caesar.

Von Antje Mahrhold

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