Seit Jahren Werbetafel gefordert / Klaus betoniert „sein“ Schild selbst

Hinweistafel bezieht endlich Position an Landesstraße 2

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Auf einem Stück Privatgelände bringt Werbens Bademeister das lang ersehnte Hinweisschild in den Wischeboden. Auch ein stattlicher Spaten kam an der Landesstraße zum Einsatz.

Werben. Mehr als ein Jahr nach Inbetriebnahme des sanierten Sanitärtrakts auf dem Campingplatz am Freibad hat an der Einfahrt zum nassen Reich von Schwimmmeister Klaus Gehrke endlich eine gelbbraune Hinweistafel Einzug gehalten.

Auf das amtliche Werbeschild warte die weltkleinste Hansestadt „schon mindestens zehn Jahre“, sagt der CDU-Fraktionschef im Stadtrat der Elbeortes im hohen Norden des Landkreises Dienstag der AZ.

Michael Schnelle habe für den Einbau der Tafel auch erst einen Stück seines Privatgeländes zur Verfügung gestellt und damit die Vorarbeit für Gehrkes montägigen Beton-Akt geleistet. Denn der Herr über das öffentliche Schwimmbad-Nass höchstpersönlich legte vorgestern Nachmittag Hand an den Metallpfosten, auf dessen Spitze die fünfeckige Tafel den Weg zu „Schwimmbad“ und „Campingplatz“ mit den jeweiligen nationalen Info-Piktogrammen deutet. Bei der Buddelei an der Landesstraße L 2 kam neben Beton auch ein stattlicher Spaten zum Einsatz. Die Tafel selbst war von der Verbandsgemeinde bestellt worden.

Dass solche Hinweisschilder dringend nötig seien, hatte Werbens Vize-Bürgermeister schon im Mai 2015 bekräftigt. Und geht es nach Bernd Schulze, so reicht die Tafel an der Einfahrt zum Werbener Freibad auch nicht aus. Zwei Info-Schilder sollten unbedingt auch im Bereich des Werbener Elbdeiches aufgestellt werden. „Sonst kriegen viele nicht mit, dass es in Werben einen Campingplatz mit Freibad gibt“, legte Schulze Arneburg-Goldbecks Verbandsgemeinde-Bürgermeister seinerzeit ans Herz.

In die Sanierung des Sanitärtrakts investierte die Hansestadt rund 45 000 Euro Eigenmittel. Und machte damit einem überwiegend unappetitlichem DDR-Charme im Toiletten- und Waschraumbereich ein Ende. Der Stadtrat hatte die Maßnahme mehrheitlich genehmigt. Kritik an dieser sanitären Investition hat bislang immer wieder Stadtratsmitglied Wolfgang Trösken (Bürger in Behrendorf) geübt.

Von Antje Mahrhold

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