Bis zum Herbst kommen mobile Sandkästen für Geh- und Sehbehinderte ins Archäologen-Camp

Kindermuseum rüstet inklusiv auf

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Inklusion im Sandkasten: Zu Beginn des neuen Schuljahres soll das Ausgrabungsfeld im Hinterhof des Winckelmann-Geburtshauses auch für gehandicapte Mädchen und Jungen nutzbar sein.

Stendal. Das Archäologen-Camp des Kinder- und Erlebnismuseums soll spätestens bis zu den Herbstferien inklusiv aufgerüstet werden.

Mit Hilfe von rund 1000 Euro will die Archäologische Gesellschaft Sachsen-Anhalt (Agisa) mobile Sandkästen finanzieren, die es geh- und sehbehinderten Kindern ermöglicht, als junge Entdecker eine Ausgrabung zu machen.

„Im Archäologen-Camp können Kinder verschiedene archäologische Arbeitstechniken kennenlernen. Sie legen Funde frei, vermessen diese und führen ein Grabungstagebuch“, ist Falko Leonhardt gespannt auf das neue Angebot. Das Kinder- und Erlebnismuseum ist Teil des Winckelmann-Museums. Die Ausgrabungsfläche befindet sich auf dem Freigelände hinter dem Hinterhof des Ensembles mit dem Geburtshaus des berühmten Sohns der Rolandstadt. „Seit Eröffnung des Kinder- und Erlebnismuseums im Frühjahr 2008 zählt das Archäologen-Camp zu den beliebtesten Angeboten. Es wurde im vergangenen Jahr von rund 500 Kindern genutzt“, berichtet Leonhardt der AZ.

Die mobilen Sandkästen werden wie die Ausgrabungsfläche mit verschiedenen Objekten befüllt. Im Erdreich findet sich dann zum Beispiel ein weißes Mini-Skelett aus Plastik. Beim Ausgraben tragen die Kinder Helme und bekommen Schaufeln und Kellen in die Hand.

Die Agisa stellt das Geld im Rahmen ihrer Projekts „Archäologie 2015“ zur Verfügung. Die inklusive Ausstattung soll die gleichberechtigte Teilhabe gehandicapter Mädchen und Jungen fördern.

Von Antje Mahrhold

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