Stadtsprecher Ortmann beschwört Willkommenskultur für Asylbewerber

„Keine Migranten-Kita aufmachen“

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In der Gemeinschaftsunterkunft in Stendal könnten weitere Plätze für Asylbewerber entstehen. Aber selbst sie wäre schnell voll belegt, heißt es vom Landkreis Stendal, der die Unterbringung von Asylbewerbern organisieren muss.

Stendal. „Wir haben nicht die Kita-Plätze zur Verfügung, die für die zu erwartenden Migranten erforderlich wären“, sagt Torsten Mehlkopf, Amtsleiter für Jugend, Sport und Soziales, in der Stadtratssitzung am Montagabend.

Das verwundert nicht, wenn es bereits jetzt schon laut Informationen der Stadt und des Landkreises eine Warteliste für viele Eltern vor Ort gibt. Über mögliche Lösungsansätze berät zurzeit eine Arbeitsgruppe des Landkreises. „Es müssen alle Ressourcen aufgetan werden“, so Mehlkopf, „wir können keine Migranten-Kita aufmachen. “.

Wie viele Migranten erwartet werden, könne momentan nur schwer eingeschätzt werden, heißt es von der Stadt Stendal. „Wir gehen von rund 60 Menschen im Monat aus, darunter werden sich aller Voraussicht nach auch Kinder befinden“, sagt Stadtsprecher Klaus Ortmann, „im Moment sind die Stendaler Kitas ausgelastet. Unser Landkreis muss überlegen, wo die Unterbringung erfolgt.“

Im Altmarkkreis Salzwedel werde ein Teil der Migranten auf die Fläche des Kreises verteilt. Ob die Asylbewerber in der Rolandstadt verbleiben oder auch an umliegende Gemeinden übergeben werden, stehe im Landkreis derzeit noch nicht fest, so Ortmann. Denn: „Der Landkreis muss die Plätze organisieren, die Stadt ist nur der Träger“, informiert der Stadtsprecher. [...]

Von Mike Höpfner

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