20 Verwaltungskräfte proben im Arneburger Rathaus den Ernstfall

Katastrophen-Test braucht Humor und Feuchttücher

„Hauseinsturz in Werben“ lautet kurz vor 11 Uhr der neueste Schadensfall. Unter Führung von Stabsleiter Eike Trumpf (r.) trainiert Arneburgs Verwaltungsteam die Katastrophen-Kommunikation.

Arneburg. „Wir haben doch starken Wind, da kommt kein Hubschrauber an“, ruft Ronny Gabel Montagvormittag schmunzelnd ins Arneburger Bürgermeister-Büro. 20 Köpfe zählt die Einsatz-Crew inmitten der kreisweiten Premieren-Großübung „Orkan 2015“.

Als kurz vor 11 Uhr das Piepsen des Faxgeräts dem Team von Stabschef Eike Trumpf zum zigsten Mal eine „neue Meldung“ auswirft, hat die Truppe erst gut die Hälfte aller noch bis gegen 15 Uhr zu erwartenden Großschäden abgearbeitet.

Was die Naturgewalt Wind anrichtet, spiegelt das Übungsszenario in grellbunten Taktikzeichen auf der Landkarte dieses Trainingseinsatzes. Hauptamtssachgebietsleiter Ronny Gabel hat alle Hände voll damit zu tun, Magnete an den richtigen Ort zu platzieren und die Liste aller Helfer mit Filzstift auf der abwischbaren Einsatzkräftetafel zu notieren. Um den Zahlensalat stets auf dem neuesten Stand zu halten, liegen drei Packungen Feuchttücher bereit. Auch Tee, Wasser und Kaffee sind bei den Arneburger Stabskräften gefragt wie auch ein genauer Überblick über die aber nur simulierte Verpflegungslage im Einsatzgebiet.

Von Antje Mahrhold

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