Landkreis fordert Sprachklassen und Zusatzpersonal / Treffen mit Direktoren und Landesschulamt am 7. Juli

Kampf um mehr Lehrer für Flüchtlingskinder

tje Stendal. Der Landkreis kämpft um zusätzliches Personal in den Schulen. Anlass dafür ist, dass Flüchtlingskinder mit Beginn des neuen Schuljahrs ab Ende August erstmals in kleinen Landschulen lernen sollen. Die Kapazitäten in der Kreisstadt gelten als ausgereizt.

Bis zu 20 Neuankömmlinge aus Stendal sollen etwa nach Arneburg mit dem Bus gebracht werden. Auch die Sekundarschule Goldbeck bereitet sich auf junge Migranten vor. Ähnliche Pläne gibt es für Grundschulen in Lüderitz und Grieben.

Stendals Vize-Landrat hat nun für Donnerstag, 9. Juli, ein Treffen mit Vertretern des Landesschulamtes einberufen. An dem Gespräch sollen die Direktoren aller betreffenden Schulen teilnehmen. Besprochen werden soll, wie viele Lehrer die Bildungsstätten bei der Integration der Neuankömmlinge unterstützen werden. Auch die Frage, dass Deutschlehrer nicht dafür ausgebildet seien, Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten, soll geklärt werden, kündigte Dr. Denis Gruber auf einem Infoabend am Montag in Arneburg an. „Das Land sucht aktiv Lehrpersonal“, hofft er auf die Bildung so genannter Sprachklassen, wovon in Sachsen-Anhalt 100 geplant seien. Mit Sprachklassen hätten in Stendal schon zwei Grund- und eine Sekundarschule gute Erfahrungen gemacht. „Die Rechtslage ermöglicht das“, hofft der Vize-Landrat auf diese Unterstützung.

Fragen, die Eltern angesichts des Eintreffens fremder Kulturen in den Klassenzimmern ihrer Kinder vom Landesschulamt geklärt haben wollen, können diese über die Direktoren an die Gesprächsrunde in Stendal weiterleiten, bietet Gruber an.

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