Nur in Mecklenburg-Vorpommern sind noch mehr Menschen als in Sachsen-Anhalt fettleibig

Sachsen-Anhalt: Jeder Fünfte ist viel zu dick

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In Sachsen-Anhalt leiden immer mehr Menschen unter Fettleibigkeit. Die Krankenkassen schlagen Alarm.

mei Magdeburg. Die Krankenkassen schlagen Alarm: 445 000 Menschen in Sachsen-Anhalt sind zu dick und leiden unter Adipositas (Fettleibigkeit). Das geht aus dem aktuellen Krankenhausreport der Barmer GEK hervor.

Die Häufigkeit von Adipositas hat in den vergangenen Jahren in Sachsen-Anhalt von 17,0 auf 20,2 Prozent zugenommen. Deutschlandweit gibt es nur in Mecklenburg-Vorpommern verhältnismäßig noch mehr Menschen mit Fettleibigkeit und krankhaftem Übergewicht.

Nicht nur immer mehr, sondern auch immer mehr jüngere Menschen leiden laut Barmer GEK unter Adipositas. Mittlerweile sind bereits sechs Prozent aller Kinder und Jugendlichen adipös. Die Betroffenenrate unter den Drei- bis Sechs-Jährigen liegt bei 2,9 Prozent. Diese Entwicklung sei besonders alarmierend, weil bereits in der Jugend betroffene Personen häufig ein Leben lang an dieser Krankheit leiden. Zudem vermindere Fettleibigkeit die Lebensqualität deutlich und erhöhe das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, orthopädische Leiden sowie Krebserkrankungen.

Adipöse Patienten werden deutlich häufiger im Krankenhaus behandelt als nicht-adipöse. Bei gleicher Diagnose haben sie im Durchschnitt 55 Prozent mehr Klinikaufenthalte. Diabetes Typ 2 und Schlafstörungen treten bei Adipösen viermal häufiger auf.

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