16-Jährige werten ihren Selbstversuch „Mutter auf Probe“ aus

Jasmin will vorerst keine Mama sein

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Mutter sein ist ganz schön anstrengend. Drei Jugendliche waren für vier Tage „Mama auf Probe“ und haben ihren Selbstversuch jetzt ausgewertet.

kr Stendal. Die drei Mamas auf Probe(AZ berichtete) haben ihren viertägigen Selbstversuch beendet und sich nun mit ihren Schulsozialarbeiterinnen getroffen, um dieses besondere Projekt auszuwerten. Jasmin hat das Programm mit ihrem Babysimulator abgebrochen.

Dafür sprang Laura Benke ein und übernahm die „Mutterrolle“. So wurde der Babysimulator von Noah auf Derek umgetauft.

Jasmin ist erleichtert und hat erst einmal keinen Kinderwunsch. Die 16-jährige Schülerin dachte immer: „Das kann ja nicht so schwer sein.“ Jetzt weiß sie, was alles daran hängt. „Die Nacht war furchtbar“ sagte sie. Die Erfahrungen mit diesem Projekt haben ihr aber geholfen. Michelle musste ins Krankenhaus und war deshalb nicht bei der Auswertung dabei, aber sie hat Bella gut versorgt.

Alinas Mutter verglich den Simulator mit ihren beiden eigenen Kindern. Es sei ähnlich, bei ihrer Tochter habe sich der Schlafentzug bemerkbar gemacht. Laura hat es Spaß gemacht, sie nahm zum zweiten Mal an dem Projekt, das vom ESF-Programm „Schulerfolg sichern“ gefördert und vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt kofinanziert wird, teil.

„Von der Versorgung her habt ihr es alle sehr gut gemacht“, resümierte Birgit Grosser-Schumann. Auf der Straße waren die „Mamas auf Probe“ erkannt und angesprochen worden. Aus der Presse hatten viele Stendaler von diesem Versuch erfahren und fanden die Idee klasse. Sie schauten sogar zu, wie die babyähnlichen Puppen gestillt und gewickelt wurden.

Das Projekt wird auf jeden Fall vom Träger, dem Diakoniewerk Osterburg, weiter geführt und soll auch in Zukunft in den Ethik-Unterricht eingebunden werden.

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