Südeuropäer und Eiscafé-Mitarbeiter Manuel Unterpertinger hofft auf Sieg der „Squadra Azzurra“

„Italien gewinnt ganz sicher“

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Bei der EM 2012 verlor Deutschland gegen Italien im Halbfinale. Am Samstag findet die nächste Begegnung statt.

Stendal. In wenigen Tagen ist es soweit. Dann muss die deutsche Nationalelf unter Leitung von Trainer Joachim Löw gegen die sogenannte „Squadra Azzurra“ antreten. Die Bilanz der vergangenen Spiele gegen die Kicker aus Italien ist allerdings verheerend.

Acht Mal traten beide Teams bei Europa- oder Weltmeisterschaften gegeneinander an, nie konnte Deutschland gewinnen. Geht es nach dem in Stendal lebenden Italiener Manuel Unterpertinger, soll das auch so bleiben.

„Wenn wir gegen Deutschland so spielen wie gegen Spanien, dann gewinnt Italien ganz sicher. Das wird kein Problem“, glaubt der Mitarbeiter eines Eiscafés in der Breiten Straße. Die ganze Belegschaft stammt aus der südeuropäischen Nation, wie Unterpertinger berichtet. Die Chefin im Laden ist seine Tante. „Sie selbst interessiert sich nicht sonderlich für Fußball.“ Und auch mit den zahlenden Gästen des Cafés kommt Unterpertinger eher selten ins Gespräch über die Ballsportart oder Leistungen der azurblau gekleideten Kicker. „Davon, dass zurzeit eine Europameisterschaft stattfindet, merkt man bei der Arbeit nicht großartig etwas“, sagt er im AZ-Gespräch.

Die letzte Begegnung der beiden Teams bei einem Turnier ist fast auf den Tag genau vier Jahre her. Im Halbfinale der Europameisterschaft 2012 machte Stürmer Mario Balotelli die Hoffnungen der deutschen Elf auf einen Einzug ins Finale mit zwei Treffern zunichte. Trotz eines Anschlusstreffers war das Turnier am 28. Juni 2012 vorbei, die Italiener unterlagen im Finale dann den starken Spaniern. Die Frage, ob Italien denn diesmal Europameister wird, beantwortet Unterpertinger zögerlich. „Ganz ehrlich, ich glaube schon. Den letzten EM-Titel haben wir 1968 geholt. Es wäre mal wieder an der Zeit.“ Das Team von Trainer Antonio Conte habe einen guten Willen.

Letzten Endes sei es jedoch nur ein Spiel. „Ob die Italiener nun gewinnen oder nicht, davon habe ich erstmal nichts. Es würde mich sehr freuen, aber von dem Geld, das die Spieler bekommen, kriegen die Fans ja nichts ab.“ Live mitfiebern kann Manuel Unterpertinger am Samstagabend ab 21 Uhr nicht: „Da muss ich leider arbeiten.“

Von Mike Höpfner

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