Urteil am Stendaler Landgericht / 18 Monate auf Bewährung für Ilhan C.

Frau ausgepeitscht und mit Glätteisen verbrannt

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Ilhan C. mit seiner Anwältin. Gestern wurde der Deutsch-Kurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

mei/mih/tz Stendal. Ilhan C. hat seine Frau geschlagen, getreten, mit einem Haarglätter verbrannt, mit einem Ledergürtel bzw. Verlängerungskabel ausgepeitscht und sie immer wieder beleidigt und gedemütigt. Davon ist das rolandstädtische Landgericht überzeugt.

Gestern wurde der Deutsch-Kurde aus Stendal zu anderthalb Jahren auf Bewährung verurteilt.

Dabei handelt es sich um einen Teilfreispruch, denn der 47-Jährige wurde für vier von sechs angeklagten Taten belangt. Laut Staatsanwaltschaft musste seine Frau immer wieder zum Arzt und erzählte dort, sie sei von der Treppe gestürzt und ähnliche Geschichten. Die Mediziner behandelten Platzwunden am Auge, Prellungen, Brandwunden. Die Odyssee der Frau soll im Jahr 2010 begonnen haben. Erst vier Jahre später habe sich C.´s Frau einem Arzt gegenüber offenbart und erzählt, was wirklich passiert ist. Das Paar ist inzwischen geschieden.

Ilhan C. stammt aus der Türkei. Seit mehr als zehn Jahren lebt er mit seiner Familie in Stendal. Nach fünf Verhandlungstagen wurde der Angeklagte wegen gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen sowie vorsätzlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Beleidigung zu der Bewährungsstrafe verurteilt.

In der ersten Version des Berichtes schrieben wir von einer Gefängnisstrafe. Der Angeklagte wurde allerdings zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Wir haben diesen Fehler korrigiert.

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