Bis März 2016 muss die Stadt nun zeigen, wie der Platz künftig aussehen kann

Ideen für Sperlingsberg gesucht

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Jetzt müssen Konzepte her, wie der Sperlingsberg künftig aussehen könnte. Foto: Archiv

Stendal. Die Entscheidung um das Parken am Sperlingsberg ist gefallen. Und das nicht ohne kleine letzte Auseinandersetzungen. Der nächste Schritt nach dem Votum gegen das Parken ist nun die Gestaltung des Platzes. Dafür müssen Ideen her.

Mehrere Stadträte wollten vor der Abstimmung noch letzte Worte loswerden: Hardy Peter Güssau (CDU) bestand darauf, dass die Stadt Einnahmen durch Parkscheine und Knöllchen aufgebe und Anwohner Geld für Ausnahmeregelungen ausgeben müssten – für einen „toten Platz“. Dr. Herbert Wollmann (SPD) oder Katrin Kunert (Linke) erinnerten an an den Ausgang der Bürgerbefragung gegen das Parken. Dr. Marcus Faber (FDP) appellierte wie Wollmann, dass man sich – auch gegen Sorgen Einzelner – im Sinne der kompletten Einwohnerschaft entscheiden müsse. Das Votum gegen das Parken war deutlich (AZ berichtete).

Mit dem Entscheid ist der Auftrag an die Stadt geknüpft, bis März 2016 ein Gestaltungskonzept zu erarbeiten. Stadtsprecher Klaus Ortmann räumte dazu ein: „Wir stehen noch ganz am Anfang. Einen ersten Ansatz haben wir noch nicht.“ Erste Vorschläge der Stadt, die es schon vor der jetzigen Entscheidung gegeben hatte, und die zumindest auf dem mittleren Bereich des Sperlingsbergs Schmuck- und Sitzelemente vorsahen, seien von der Politik abgelehnt worden. Aber, und das ist das Positive: Mit dem jetzigen Entscheid ist klar, dass die komplette Fläche des Sperlingsbergs genutzt werden kann, nicht nur der bisher oft vollgeparkte Mittelteil des Platzes. Und das, sagt Ortmann, sei eine komplett andere Basis, die viel ermögliche. Man werde sich mit Anliegern und innerhalb der Stadt verständigen und sie vielleicht in die Planung einbinden. So könnten auch anliegende Gastronomen eine Rolle spielen – direkt gegenüber des Platzes entstehe beispielsweise derzeit eine Gaststätte.

Von Kai Hasse

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