Sollte der Sperlingsberg parkplatzfrei werden, sollen Gäste, die Wirtschaft und die Politik gestalten

Ideen für Idas Wohnzimmer? Parken auf dem Sperlingsberg

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Noch ist der Sperlingsberg bis auf die Ida – und die letzte Bude des Rolandfestes – frei für Ideen. Sollte ein Platz ohne Autos entstehen, muss erst noch beraten werden, wie er genutzt wird.

Stendal. Die Bürgerbefragung zum Thema Parken auf dem Sperlingsberg steht bevor – seit Monaten und Jahren ein umstrittenes Thema. Die Parteien streiten sich.

Aber was eigentlich mit dem Platz passieren könnte, falls das Parken verboten werden würde, darüber wurde bisher wenig gesprochen. In der Stadtverwaltung bereitet man indes Möglichkeiten auf. Die AZ hat sich bei den Parteien des Stendaler Stadtrates umgehört.

Linken-Fraktionschef Joachim Röxe baut für den Fall des Parkverbotes darauf, dass die Visionen, wie der Platz genutzt werden könnte, auf Ideen der Politik und der Wirtschaftstreibenden vor Ort basieren. „Noch gibt es kein fertiges Konzept“, meint er. Seine Partei ist zusammen mit der Mitte-Fraktion um deren Chef Reiner Instenberg (SPD) Vorredner für ein Parkverbot.

Beide Fraktionen hatten eine Bürgerbefragung auf den Weg gebracht, die parallel mit der Stadtrats- und Oberbürgermeisterwahl am 21. Juni stattfindet. „Gestalterisch muss etwas passieren“, meint Röxe noch. Der Platz sei wichtig als Beginn – oder Abschluss – eines Einkaufsbummels. „Ich habe Vertrauen in die anliegenden Unternehmen, dass sie etwas entwickeln, das zum Verweilen einlädt“, sagt er mit Blick etwa auf angrenzende Cafés. Außerdem könne es einen Ideenwettbewerb geben, der, wie Röxe hofft, nicht zu teuer wird.

Reiner Instenberg hält den Sperlingsberg für einen „Freiraum, den sich die Menschen für sich selbst erobern können“. Eine Art Treffpunkt biete bereits die Sperlingsida. Bis auf einige Sitzgelegenheiten müsse auch wenig Weiteres geschehen, um die Menschen dazu zu bringen, ihn zum Verweilen oder Ausruhen zu nutzen. Blumenkübel, Spielgeräte oder Ähnliches hält er nicht für nötig. „Schauen Sie sich italienische Plätze an. Da ist auch nichts – und die Plätze werden gut genutzt“, meint der SPD-Stadtrat.

Von Kai Hasse

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