Nach der Umwidmung werden am Mittwoch Gestaltungskonzepte für den Sperlingsberg vorgestellt

Ida-Design wird wieder ein Thema

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Der Stadtrat hat beschlossen, dass der Sperlingsberg zur Fußgängerzone umgewidmet wird. Nun beginnt im Stadtentwicklungsausschuss erneut die Diskussion, wie die Aufenthaltsqualität des Platzes gestalterisch verbessert werden kann.

Stendal. Der Sperlingsberg soll zu einer Fußgängerzone umgewidmet werden. Das hat der Stadtrat jüngst beschlossen. Mit dieser Entscheidung wird ein Thema wieder aktiv, was bereits zu Beginn des vergangenen Jahres hitzig diskutiert wurde.

Nämlich, wie der Sperlingsberg umgestaltet werden kann, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

„Das Fachamt hat sich Gedanken gemacht, mit welchen gestalterischen Elementen man dort etwas tun kann“, sagt Stadtsprecher Klaus Ortmann. Zusätzlich zu den Vorschlägen des Vorjahres seien auch „neue Gedanken“ mitberücksichtigt worden. Diese Gedanken sollen im Stadtentwicklungsausschuss am morgigen Mittwoch, 27. April, mündlich vorgestellt werden. „Dazu können sich die Stadträte im Anschluss äußern“, so Ortmann.

Das Planungsamt hatte den Mitgliedern eben jenes Ausschusses bereits im Januar 2015 ein so genanntes Parkraumkonzept vorgelegt. Die gestalterischen Ideen stießen auf zahlreiche Kritik (AZ berichtete). „Mir fehlt das Visionäre“, bemängelte Stadtrat Dr. Henning Richter-Mendau (CDU) seinerzeit die Ausarbeitungen, „einen Blick in die Zukunft kann ich hier nicht erkennen.“ Richter-Mendau forderte einen schönen Platz und „nicht bloß ein paar Betonkübel“. Axel Achilles, Amtsleiter des Planungsamtes, konterte damals mit dem Kosten-Argument. Wenn ein umfassendes Konzept gewünscht sei, hätte die Verwaltung die Planung an ein externes Büro abgeben müssen. „Und das hätte zwischen 50 000 und 60 000 Euro gekostet“, so Achilles. Man habe sich daher für eine interne Lösung entschieden.

Voreilige Entscheidungen will die Verwaltung vermeiden. Wenn sich die Stadträte am Mittwoch für einen Gestaltungsvorschlag entscheiden, muss dieser zunächst in eine Beschlussvorlage umgewandelt werden. Und über eine solche Vorlage müsste im Nachgang der Stadtrat entscheiden. „Das ganze Verfahren wird bis Anfang November dauern“, sagt Stadtsprecher Klaus Ortmann.

Hinzu kommt, dass auf dem Sperlingsberg momentan noch der Wochenmarkt stattfindet. Falls der Marktplatz und das dort geplante Wasserspiel bis zur Umgestaltung des Sperlingsberges fertig sind, könnte der Wochenmarkt wieder an seinen ursprünglichen Standort in Rathausnähe umziehen. „Aber die Arbeiten für das Wasserspiel werden aller Voraussicht nach auch bis 2017 dauern“, so Ortmann. Somit müsste ab November darüber nachgedacht werden, wie der Sperlingsberg trotz Wochenmarktes neu gestaltet werden kann.

Von Mike Höpfner

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