Arneburger Tagesstätte errichtet maritime Spiel- und Spaß-Attraktion

Hobbykünstler managt Schiffsbau im Kindergarten

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Im Oktober soll alles fertig sein. Bis dahin packen alle mit an. Die Elbräuber-Werft öffnet immer mittwochs.

Arneburg. Balken, Latte, Bohle: In Werft-Laune sind die Arneburger „Elbräuber“ jetzt immer mittwochs.

Voraussichtlich ein Vierteljahr lang wollen die Schützlinge von Leiterin Simone Hecht kräftig mit Fichten-Konstruktionsholz werkeln, damit im Vorraum ihres Gruppenzimmers eine maritime Spiel- und Spaß-Attraktion Gestalt annimmt.

Fachmännisch geführt wird der elbstädtische Werftnachwuchs von Hausmeister Lothar Schmidt. Ihm ist es gelungen, den Arneburger Hobbykünstler Horst Kaht für das Bauvorhaben zu gewinnen. Und der hat bereits jede Menge Ideen für das Holzprojekt erdacht. So soll das Boot im Stile eines echten Piratenschiffs in Koggenform daherkommen und natürlich an der Spitze auch eine Galionsfigur thronen lassen. Die soll dem aus dem Kinderradio „Figarino“ bekannten Piratenkater Long John nachempfunden werden, schwärmt Kaht im AZ-Gespräch. Und natürlich wird das Elbräuberboot auch über eine Kanone verfügen. „Die schießt dann aber mit Bällen“, verrät der Arneburger.

Das Spielobjekt soll auf zwei Etagen einladen und es soll selbstverständlich auch mit einer Kajüte ausgestattet werden. Und dass das alles möglich ist, geht auf die Bewerbung der Arneburger Einrichtung um die „Kita-Initiative 2016“ einer Baumarktkette zurück. In deren Stendaler Filiale landeten die Elbräuber in einer Publikumsabstimmung schließlich auf dem zweiten Platz, was ihnen einen Materialgutschein über 1500 Euro eingebracht hat.

Doppelt so viel Geld aus dem Wettbewerb geht derweil an die „Sonnenkäfer“ im zu Tangerhütte zählenden Cobbel. Sie sicherten sich Platz eins und wollen mit dem Materialgutschein eine Holzwerkstatt unter ihrem Carport einrichten. Über den dritten Platz freuen sich die Schützlinge der kleinsten Kindertagesstätte der Hansestadt Stendal. 20 Kinder im „Zwergenstübchen“ Jarchau bekommen an ihrem Spielplatzzaun einen Wind- und Sichtschutz. Weidenmatten sollen dort für neue Freiluftbehaglichkeit sorgen. „Wir kennen kein falsches Wetter“, lautet die Begründung.

Von Antje Mahrhold

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