Pferdebahnwagen könnte für Jubiläen, Hochzeiten oder die Tourist-Info genutzt werden

Hobby-Historiker sammeln Ideen

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Michael Trösken von den Hobby-Historikern erläutert die Unterlagen zum Fahrgestell.

pm Stendal. Der historische Pferdebahnwagen, den das Husaren-Regiment Stendal restauriert hat, ist umgezogen. Bisher war er in einer Notunterkunft im Freien in Miltern untergebracht.

Durch öffentlichen Druck und mit Unterstützung verschiedener Firmen konnte er nun in einem Hangar auf dem Borsteler Flugplatz sicher und trocken platziert werden. „Darüber sind wir und die Sympathisanten natürlich erfreut, so können wir zu den Restarbeiten übergehen“, meinte Tino Leonhardt von den Hobby-Historikern. Sie haben nun die Förderer und Anhänger dieses Projektes, darunter auch Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz, über das Erreichte informiert.

„Nach der Fertigstellung der Fahrkabine mit den zwölf Sitz- und 16 Stehplätzen richten sich unsere Aktivitäten im Wesentlichen auf das Fahrgestell, denn der Wagen soll möglichst noch in diesem Jahr, eventuell sogar zur 850- Jahr-Feier, rollen“, betonten die Gastgeber. Für den Bau des Fahrgestells fand sich erst nach langem Suchen eine Firma in der Nähe von Landshut. Eine Drehschenkel-Lenkung, die auch das Ziehen von vorn und hinten ermöglicht und mit Handbremsen und anderen technischen Details ausgestattet ist, soll der Traglast des Gefährts von etwa vier Tonnen und den 20 Fahrgästen Sicherheit gewährleisten, erklärte Michael Trösken. Kostenpunkt: etwa 15 000 Euro.

Um das Geld zusammenzubekommen, hoffen die Historiker auf die Unterstützung durch die Lotto-Toto, den Verkauf von Bildkarten, die Nutzung von Werbeflächen, die Hilfe von Sponsoren aus allen Teilen der Bevölkerung und Industrie sowie den Erwerb von Anteilsscheinen. In diesem Zusammenhang wurden auch Hinweise vorgetragen, wie die Bahn wirtschaftlich genutzt werden könnte. Sonderfahrten für Feiern, Jubiläen, Hochzeiten oder die Nutzung für die Stendaler Tourist-Information wurden dabei unter anderem genannt. Auf der nächsten Zusammenkunft im April soll über den Fortgang der Arbeiten berichtet werden.

Der Ideenvielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt – deshalb ist die Historikergruppe für Hinweise, Gedanken, Hilfsangebote oder finanzielle Unterstützung dankbar. Wer helfen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 01511-134 95 01 melden.

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