Nabu-Chef erinnert an das Landes-Waldgesetz / Schutz der Tiere während der Brutsaison

Ab heute muss Fiffi an die Leine

Stendal. Ab dem heutigen 1. März müssen Hunde laut Landes-Waldgesetz an die Leine. „Andernfalls stöbern die Vierbeiner umher und scheuchen Vogeleltern von den Nestern und Gelegen.

Die Eier werden kalt oder Jungvögel verklammen und sterben“, begründet Stendals Vorsitzender des Kreis-Naturschutzbundes (Nabu), Dr. Peter Neuhäuser. Auch die Junghasen würden es zu schätzen wissen, wenn ihnen kein Hund nachstellt. Nicht nur die ersten Störche sind bereits zurückgekehrt, auch Kraniche ziehen in kleinen Trupps gen Norden und im Landkreis stecken viele Brutpaare mit lautem Trompeten ihre Reviere ab. Die Rotmilane kreisen und Seeadler, Mäusebussarde und Kolkraben sind mit dem Nestbau beschäftigt. In den sonnigen Mittagsstunden steigen die ersten Lerchen zum Jubilieren in den Himmel und vereinzelt wurden auch schon Hausrotschwänze und Bachstelzen gesichtet. Abends flöten die Amselmännchen ihr Lied. Grau- und Brandgänse schnattern an der Elbe und in den Lanken.

„Insbesondere die Elbwiesen, aber auch die Niederungen von Aland, Biese und Secantsgraben sind als Teil des europäischen Schutzgebietssystems „Natura 2000“ ein wichtiger Brutplatz für seltene, bestandsbedrohte Wiesenvögel, etwa für den vom Aussterben bedrohten Großen Brachvogel oder für den Wachtelkönig“, so Neuhäuser.

Der Leinenzwang gilt bis zum 15. Juli, dann ist die Brutsaison größtenteils vorbei.

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