Dritter Teil nimmt Teil des Altmarkkreises mit ins Boot / Insgesamt sechs Gebiete

„Herr der Leere“: Tino Pauls hat die Brachflächen im Blick

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Außer Stendal und Tangermünde sollen ab Januar alle Kommunen des Landkreises im Brachflächen-Projekt mitwirken. Erstmals soll dann auch Kalbe von dem Projekt profitieren.

Arneburg-Goldbeck/Altmark. Als „Herr der Leere“ kümmert sich Tino Pauls seit einem Jahr hauptberuflich um die Brachflächen von Arneburg-Goldbeck, Osterburg und Bismark.

Das Aufgabengebiet des 37-jährigen, gebürtigen Mecklenburgers könnte sich nun verdoppeln, weil das Projekt ab Januar in einem etwa zweimal so großen Zuständigkeitsbereich in die dritte Phase gehen soll.

Der Verbandsgemeinderat Arneburg-Goldbecks jedenfalls will dafür am Montag, 15. August, die demokratischen Voraussetzungen schaffen. Anders als zuletzt soll das Projekt nun mit Fördergeld aus dem Programm „Landaufschwung“ des Landkreises finanziert werden. Und neu ist auch, dass nun auch die Gebiete Seehausen und Tangerhütte sowie mit Kalbe erstmals eine Region aus dem Altmarkkreis Salzwedel mit ins Boot geholt werden sollen. „Umsetzung von Maßnahmen zur Verringerung von Leerstandsflächen“ lautet der Titel des geplanten Vorhabens, das eine Laufzeit von 16 Monaten bis Ende April 2018 haben soll.

„Bei den vorherigen Projekten wurde ein unerwartet hoher Bestand von Brachen ermittelt“, heißt es im Begründungstext des 92 000-Euro-Vorhabens. Ziel ist es, „gezielt Flächen nutzbar und vermarktbar“ zu machen. In der Öffentlichkeit sei bereits eine „erhöhte Aufmerksamkeit“ auf das Projekt gelenkt worden. Das Fördergeld soll 80 Prozent der Kosten finanzieren. Den Eigenanteil in Höhe von 18 400 Euro sollen sich die sechs Projektpartner teilen. Pro Gebiet fallen demnach 3070 Euro an, erläutert Arneburg-Goldbecks Hauptamt.

Als Pauls vor Jahresfrist in Goldbeck gestartet ist, hatte er etwa 600 Einzelbrachen auf rund 400 Hektar in den Akten. Jetzt kommen noch die immobilen „Sorgenkinder“ aus Seehausen, Tangerhütte und Kalbe hinzu. An Arbeit also mangelt es dem einstigen Zeitsoldaten vom Rang eines Oberleutnants also sicher nicht.

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