Heliotropismus reizt goldgelb in Eichstedt

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Motorzellen am Stamm sorgen dafür, dass sich Sonnenblumen stets nach dem Stand der Sonne ausrichten. Prächtige Exemplare dieser eigenartigen Pflanzen gedeihen derzeit auf einem Feld bei Eichstedt. Ein Blick auf das Blütenmeer bietet sich auch vom Turm der St. Katharinen-Kirche.

tje Eichstedt. Sonnenblumen sind eigenartige Gewächse. Wer ihnen zum Beispiel auf dem imposanten Feld bei Eichstedt eine ausreichende Weile lang zusieht, wird Zeuge vom Heliotropismus, wie die Eigenart, sich immer dem Sonnenlicht zuzuwenden, genannt wird.

An sonnigen Tagen verfolgt die Knospe die Sonne auf ihrer Reise entlang des Himmels von Ost nach West, während sie nachts oder in der Morgendämmerung auf ihre nach Osten gerichtete Position zurückkehrt. Die Bewegung wird von Motorzellen im „Pulvinus“, einem flexiblen Segment des Stamms unterhalb der Knospe, ausgeführt. Sonnenblumen wurden bereits von den Azteken verehrt, die die Priesterinnen ihrer Sonnentempel mit Sonnenblumen gekrönt haben. Im Garten und auf dem Acker werden Sonnenblumen meist zwei bis drei Meter groß. Es gibt sie neben der goldgelb blühenden Variante auch in vielen anderen Farbformen.

Von Antje Mahrhold

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