Ökumenischer Kirchentag feiert Gemeinschaft und lebt auch die politische Debatte

„Gutes Gespräch fortsetzen“ beim Ökumenischer Kirchentag in Uchtspringe

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Margot Käßmann (l.) wurde gestern häufig um ein gemeinsames Foto gebeten, plauderte kurz, signierte ein Buch und hielt dann den Abschlussgottesdienst, wie sie es in diesem Sommer anlässlich vieler Kirchentage dieser Nation macht.

Uchtspringe. Viele Fotos wurden gestern Nachmittag geschossen. Besonders in jenem Moment, als die Theologin Margot Käßmann, bevor sie die Abschlusspredigt hielt, einen Kaffee in der Menge genießen wollte.

Der Altmärkische Ökumenische Kirchentag stand, wie von den Machern erhofft, ganz im Zeichen der Begegnungen in der Gemeinschaft. Das Programm präsentierte sich vielfältig. Und trotzdem bilanziert Salzwedels Superintendent Matthias Heinrich, zu dessen Wirkungskreis Uchtspringe als Veranstaltungsort zählt: „Es ist mir lieber, die Leute haben eine Veranstaltung verpasst, als dass sie ein gutes Gespräch nicht fortsetzten. “.

Wie berichtet sollte sich dieser Kirchentag rund um das Thema „Trost“ drehen. Uchtspringe sei als Ort, an dem vielen Menschen geholfen und an dem „Helfen groß geschrieben“ wird, ideal gewesen. Auch wenn viele Menschen ob des reichhaltigen musikalischen Angebotes zwei Jahre nach dem letzten Kirchentag in der Altmark auch diesmal kamen, hielt man sich mit der ein oder anderen politischen Debatte nicht zurück. Unter anderem wurde am gestrigen Sonntag die Frage der Gerechtigkeit in der Landwirtschaft diskutiert. „Die Kirche verpachtet in Sachsen-Anhalt und auch in der Altmark Land“, sagte Stendals Superintendent Michael Kleemann. Die christliche Gemeinschaft macht sich Sorgen um die Zukunft der einheimischen Milchproduzenten, den Pächtern. Hinter der Sorge um die Landwirte, die Gemeindeland bewirtschaften, stecke aber auch die Sorge um den Erhalt ökologischer Maßstäbe zum Wohl aller Geschöpfe.

Von Alexander Postolache

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