Platzmangel im sanierten Lehrgebäude / Fraktion vor Ort

Grundschule Nord in Stendal platzt aus allen Nähten

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„Wir stoßen täglich an unsere Grenzen“, klagen Lehrer, Erzieher, Eltern und Hortpersonal der Grundschule Nord.

Stendal. „Wir haben jetzt schlechtere Bedingungen als vor dem Neubau“, schlägt die Direktorin der Grundschule Nord Alarm. Das vor gut zwei Jahren für 4,3 Millionen Euro sanierte Lehrgebäude an der Bergstraße platzt aus allen Nähten.

Deswegen hält Stendals Stadtratsfraktion SPD/FDP/Piraten/Ortsteile dort am Montag eine Fraktionssitzung ab, um sich vor Ort ein Bild vom Platzmangel zu machen.

Aktuell lernen rund 270 Erst- bis Viertklässler unter Brachmanns Führung. Es gibt zwölf Klassenräume. Mit Beginn des neuen Schuljahrs im August soll sich die Anzahl der Schüler um etwa 30 auf dann rund 300 Abc-Schützen erhöhen. Und weil diese Zahl auch in den nächsten Jahren nicht sinken werde, plädieren Schule, Eltern und Hort für einen Erweiterungsbau. „Nur so kann unsere prekäre Situation gelöst werden“, hofft die Direktorin auf einen Anbau oder Container.

Handlungsbedarf bestehe dringend, weil es wegen des erhöhten Lärmpegels „vermehrt zu Aggressionen der Kinder untereinander“ komme. Es gebe viele Schüler, die sonderpädagogisch betreut werden, auch der Unterricht der Migranten verlange Kraft. Wegen der Platznot sei das Kollegium gezwungen, gerade erst angeschafftes Mobiliar aus Klassenzimmern zu räumen, um mehr Arbeitsfläche zu schaffen. Inzwischen werden nun auch die Garderobenplätze knapp.

Von Antje Mahrhold

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