Investor hat Bedenkzeit beendet / Bauplan Thema im kommenden Stadtentwicklungsausschuss

Grünes Licht für Post-Parkplätze

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Hinter dem ehemaligen Postgebäude an der Hallstraße werden 74 Parkplätze errichtet. Der Investor, der für C&A tätig ist, hat seine Bedenkzeit beendet. Ein Bebauungsplan soll dem Stadtentwicklungsausschuss am 16. September vorgestellt werden.

Stendal. Auf dem Gelände der ehemaligen Post an der Hallstraße wird ein Parkplatz mit 74 Stellplätzen entstehen. Der Investor der Baumaßnahme, der für das Einzelhandelsunternehmen C&A tätig ist, hatte sich bei der Stadtverwaltung eine lange Bedenkzeit erbeten.

Stendal. Auf dem Gelände der ehemaligen Post an der Hallstraße wird ein Parkplatz mit 74 Stellplätzen entstehen. Der Investor der Baumaßnahme, der für das Einzelhandelsunternehmen C&A tätig ist, hatte sich bei der Stadtverwaltung eine lange Bedenkzeit erbeten. „Aber jetzt ist alles auf grün. Die Bedenkzeit ist abgelaufen“, informierte Stadtsprecher Klaus Ortmann auf Anfrage der AZ.

„Es ist alles auf dem Weg, der Parkplatz wird errichtet werden“, so Ortmann. Der Grund dafür, dass auf dem Areal überhaupt Parkplätze entstehen sollen, liegt in einem bereits abgeschlossenen Bauvorhaben an der C&A-Filiale an der Breiten Straße 11/12. Das Gebäude ist rückwärtig erweitert worden. Dadurch war nicht mehr genug Platz vorhanden, um die nötigen Stellplätze zu realisieren. Der Investor hatte jedoch einen sogenannten Stellplatzablösevertrag mit der Stadt abgeschlossen. Das bedeutet im Klartext: Die notwendigen Stellplätze, die an der Hinterseite der C&A-Filiale weggefallen sind, müssen nun auf dem Grundstück der ehemaligen Hauptpost ersetzt werden. Käme C&A dieser Forderung nicht nach, müsste das Unternehmen einen Ablösebetrag an die Stadt bezahlen.

„Der Bebauungsplan wird in den nächsten Stadtentwicklungsausschuss eingebracht“, so der Stadtsprecher, „wir planen, ihn mit Abwägung und einem Satzungsbeschluss vorzustellen.“ Im Bebauungsplan geht es konkret um Umwelterhebungen – also Emissionsdaten und Geräuschentwicklung bei einer Parkplatznutzung oder die Bodenbeschaffenheit.

Der Parkplatz werde in der Verwaltung jedoch unabhängig vom Gebäude behandelt. „Das muss voneinander getrennt werden. Das ehemalige Postgebäude befindet sich in Privatbesitz“, sagt Klaus Ortmann. Und für dieses Gebäude gebe es weiterhin keine konkreten Pläne, die der Verwaltung vorliegen.

Nach Aufgabe der Hauptpost an der Hallstraße 62/63 und deren Umzug in die Breite Straße gegen Ende der neunziger Jahre habe kein tragfähiges Nutzungskonzept entwickelt werden können. Auch das zweieinhalbgeschossige Backsteingebäude steht seitdem leer. Aufgrund des langen Leerstandes ist laut dem Planungsamt eine durchgreifende Sanierung mit sehr hohem Aufwand erforderlich. Zu beachten gilt weiterhin, dass sich das Bebauungsgebiet im bau- und kunstmalpflegerischen Denkmalbereich „Altstadt“ befindet.

Von Mike Höpfner

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