Drei verletzte Einsatzkräfte ärztlich versorgt / Förderverein versorgt 50 Feuerwehrleute

Großfeuer kostet 10 000 Euro

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Mit seinem Bagger beteiligte sich der Mann, der das brennende Holzlager entdeckte, an den Löscharbeiten. Fünf Wehren verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf den Wald. Christel Grunert (l.) und Elisabeth Fruhner sorgten für Stärkung.

Groß Ellingen. Über das Motiv des mutmaßlichen Brandstifters vom Samstagnachmittag, der ab 17.30 Uhr einen vierstündigen Großeinsatz bei Groß Ellingen ausgelöst hat und durch den drei Arneburger Feuerwehrleute verletzt worden sind (die AZ berichtete), spekuliert die Einwohnerschaft von Arneburg und Umgebung.

Auch Revierförster Gunnar Schulze hat sich bei dem Großfeuer ein Bild von der Lage gemacht, denn es handelt sich nach AZ-Informationen um frisch geschlagene Kiefernholzstämme, die bereits verkauft worden sein sollen.

Entgegen den Angaben des Polizeireviers Stendal vom Sonntag waren an den Löscharbeiten auch Einsatzkräfte der Feuerwehr Sanne beteiligt, womit insgesamt über 50 Kameraden aus fünf Ortswehren gegen die glühende Gefahr gekämpft haben. Das Löschwasser mussten die Brandbekämpfer aus Stendal, Arneburg, Hohenberg-Krusemark, Sanne und Eichstedt mit Tankfahrzeugen zum Feuer herantransportieren.

Um die Versorgung der Kräfte kümmerten sich Helfer des Fördervereins der Arneburger Feuerwehr. So reichten Christel Grunert und Elisabeth Fruhner den Feuerwehrleuten Bockwurst, Kaffee und Wasser gegen den Durst.

Während des Einsatzes kam es nach Informationen der AZ zu Rauchgas-Vergiftungserscheinungen bei einigen Rettungskräften. Die drei verletzten Feuerwehrleute mussten nach Angaben der Polizei ärztlich versorgt werden.

Während Ermittler der Kripo weiter die Umstände des Großfeuers ermitteln, war bereits während des Einsatzes klar, dass sich es um eine „vorsätzliche Tat“ handeln muss. Das Feuer brach an vier Stellen gleichzeitig aus, wobei Baumkronen, die zwischen dem frischgeschlagenen Kiefernholz lagen, als Erstes in Flammen gestanden haben sollen. Merkwürdig ist auch, dass die Waldbesitzer erst zehn Minuten vorher an dem Holzpolter vorbeigefahren sind. Laut Polizei entstand ein Schaden von etwa 10 000 Euro. Ermittlungen zur Brandursache laufen. Ein Zeuge, der das Feuer gemeldet hat, half mit seinem Bagger beim Umschichten.

Von Antje Mahrhold

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