Vermutlich ist ein wegen Totschlags gesuchter Griebener

Auto mit menschlichen Überresten in der Elbe: Gehören die Knochen zu Werner K.?

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Ein Stendaler Abschlepper zog ein Auto aus der Elbe, das Werner K. gehört, der seit zwölf Jahren wegen Totschlags an seiner Frau gesucht wird. Die Feuerwehr muss den Ford, in dem sich vier Tonnen Sand und Schlamm befinden, auseinander nehmen. In dem Pkw wurden menschliche Überreste gefunden.

Buch / Grieben. Wahrscheinlich kann die Akte um den spektakulären Totschlag im Jahr 2002 in Grieben doch noch geschlossen werden: Damals hatte ein Mann seine Frau getötet und dann das Haus angezündet – davon ging die Staatsanwaltschaft zumindest aus.

Der Ehemann war fortan verschwunden – bis man jetzt sein Auto, einen Ford Fokus, am westlichen Elbufer bei Buch / Schelldorf aus dem Fluss zog. In dem Wagen befanden sich menschliche Überreste, bestätigte gestern der Sprecher der Stendaler Staatsanwaltschaft, Thomas Kramer. Nun werde gerichtsmedizinisch geprüft, ob es sich bei den menschlichen Überresten um die Leiche des vermissten Werner K. handelt.

Der Ford war am Freitag durch Zufall bei Arbeiten an der Elbe entdeckt worden. Ein Stendaler Abschleppunternehmen zog den Wagen aus dem Fluss. Neben jeder Menge Sand befanden sich auch Knochen darin.

Gegen den Halter Werner K. war seit April 2002 wegen Totschlags an seiner Ehefrau ermittelt worden. Der Griebener war damals 48 Jahre alt, er selbst wie auch sein Ford Fokus blieben seit dem Vorfall spurlos verschwunden.

Ob es sich tatsächlich um den Griebener handelt, wird laut Staatsanwalt Kramer frühestens in ein paar Tagen feststehen. Klar ist bis jetzt nur, dass es sich bei dem Ford definitiv um sein Auto handelt.

Spekulativ ist auch, ob sich Werner K. damals das Leben genommen hat oder der Wagen durch einen Unfall in der Elbe landete. Ob diese Frage nach zwölf Jahren überhaupt geklärt werden kann, sollte es sich bei den Knochen um die Überreste des Gesuchten handeln, ist fraglich.

Von Ulrike Meineke

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