Arneburg: Stacheliges Tier ist wieder auf freiem Fuß

Gefängnis rechter Pfosten: Igel verfängt sich im Fußballtor

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Der nachtaktive Winterschläfer verfing sich lebensbedrohend im engmaschigen Arneburger Netz.

Arneburg. Derart spitz ist das Tor auf dem Schulsportplatz der Elbestadt wohl noch nie „angegriffen“ worden. So herrscht Montagvormittag helle Aufregung unter den Erst- bis Viertklässlern von Direktorin Susann Schulze. Und Nachbar Horst Sommer erweist sich als Igelretter des Tages, als er sich mit Handschuhen und einem Handtuch unterm Arm an den rechten Pfosten bückt.

Annalena Steeg will mit eigenen Augen sehen, wie der Igel aus dem Tornetz befreit wird. Die missliche Lage hat dem stacheligen Säuger bereits arg zugesetzt. „Der hängt dort bestimmt schon die ganze Nacht fest“, mutmaßt die Neunjährige. Auch ihre Direktorin weiß bescheid und der Hausmeister ist verständigt. Bis der aber vor Ort eintrifft, hat Nachbar Sommer noch eine Schere geholt. Zu verworren ist die Lage, denn das Wildtier hat sich im textilen Knotenlabyrinth äußerst massiv verwickelt.

Ein paar vorsichtige Schnitte später schnauft der Befreite unter den Augen seines spontanen Bergungsteams erstmal durch. „Dort hinten“, zeigt die Hindenburgerin den Weg für ein schattiges Igel-Plätzchen am Spielfeldrand. Nur bloß weit weg von den gefährlichen Maschen, weil Igel Tore meiden sollten.

Von Antje Marhold

Verfangen im Fußball-Netz: Igel in Not

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