„Trauer kennt keine Grenzen“

Gedenken an Menschen – nah und fern – im Dom

+
Mit musikalischer Begleitung und stimmungsvoll illuminiert wurde in Stendal den Verstorbenen gedacht.

Landkreis Stendal. Im Leben sei nicht alles logisch, nicht jede Rechnung gehe auf. Und auch die Trauer könne unter Umständen nicht aufhören und zu einem Begleiter für jene werden, die im Leben stehen.

Den seelischen Schmerz zu bewältigen, das kann ein schwerer Weg sein – zurück ins Leben. Trauer kenne keine Grenzen, auch nicht in zeitlichen Dimensionen. „Man trauert um Menschen, die wir nicht einmal persönlich kannten“, deren Schicksal jedoch als Ausdruck gesellschaftlicher Gewalt jedem nahe gingen. Pfarrer Ulrich Paulsen sprach im Stendaler Dom im Zeichen des Ewigkeitssonntags, welcher an vielen Orten im Landkreis Stendal an diesem Wochenende zu einem Moment des Erinnerns aufrief, auch jene jüngsten Terrorereignisse von Paris an. Der Wunsch, dass der „Respekt vor menschlichem Leben“ wachse, wurde laut. Und das Gedenken an die Verstorbenen wurde von den Hinterbliebenen während jener als Beispiel stehenden Freitagabendandacht bewusst erlebt und hoch gehalten.

Ein sehr naher Ort, an dem Trauer oft zu bewältigen ist, ist das Evangelische Hospiz Stendal. Es sei eine schöne Tradition geworden, dass sich Menschen in Andenken an andere in dieser Form im größten hansestädtischen Gotteshaus treffen, sagte Christiane Behrend, Koordinatorin im Hospiz, zu Beginn. Und brachte im illuminierten Raum den Aspekt der Freude zum Ausdruck, dass sie auch in diesem Jahr Menschen wiedergesehen hat, die sie in Zeiten der Trauer begleiten durfte. „16 Jahre bin ich nun schon im Stendaler Hospiz tätig.“

Es sei eben die Begegnung mit „tollen Menschen“, die die schwere Arbeit aufwiegen würde.

Von Alexader Postolache

Kommentare