Widerstand zwecklos: Neptun-Taufe nach lehrsamem Jugendcamp

Feuerwehr macht die Jugend nass

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Ob nun Wassernixe oder Jung-Feuerwehrfrau: Jeder bekam bei der Neptun-Taufe seinen kalten Schwall Wasser ab.

Stendal. Eine Woche campen am Rande Stendals: ein jährlicher Ferienspaß für den Feuerwehrnachwuchs. Und am Ende kommt so sicher wie das Amen in der Kirche ein Sturz ins Wasser: Die Jugendwehren haben wieder ihre Neptuntaufe im AltOa in Stendal gefeiert.

Verstecken half nichts: Alle Mitglieder des Sommercamps wurden gefunden und getauft.

Etwa 80 Teilnehmer sowie 20 Betreuer der Stendaler Jugendwehren schlugen vor einer Woche ihre Zelte auf dem Gelände der Altmarkoase auf. Das Sommerzeltlager ist nicht nur zum Vergnügen gedacht, sondern um das Einmaleins der Feuerwehrtechnik zu vertiefen und um Kameradschaft zu leben. So ging es mit den Fahrrädern am Dienstagabend auf das Tedox-Gelände. Dort erlebte der Nachwuchs bei einer Großübung der aktiven Brandschützer den realen Ablauf eines Einsatzes. Aber auch der Ausflug nach Wolfsburg zum Wissenschaftszentrum „Phaeno“, der Besuch der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Arneburg, Go-Kart-Fahren auf dem Borsteler Flugplatz, der Hochseilgarten am MAD-Club und die Nachtwanderung mit der Lemgoer Jugendwehr begeisterten die Nachwuchsbrandschützer.

Das absolute Highlight ist und bleibt die Neptun-Taufe. Am Samstagvormittag stieg eigens dafür Neptun samt Gefolge aus den Tiefen der Meere. So wurden über 40 Jungen und Mädchen der See-Taufe unterzogen. Widerstand war zwecklos, Häscher fanden jeden Täufling, und die Nixen hielten ein widerlich schmeckendes rotes Gebräu und Schlagsahne bereit. Nach einer Dusche mit eiskaltem Wasser beförderte Neptun, alias Kai Weber, jeden ins Außenbecken im AltOa. Auch der neue Lagerleiter Frank Oelze ging baden. 24 Jahre organisierte zuvor Stadtwehrleiter Michael Geffers das Feriencamp für den Nachwuchs. Mit einem Morgenappell am Sonntag endete das diesjährige Sommerzeltlager.

Von Ute Krug

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