Theaterball in Stendal bezaubert mit Schauspiel, Musik und Tanz

Die Festspiele dieser Stadt

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Einige künstlerische Häppchen bekamen die Gäste des Theaterballs serviert. Dazu gehörte auch ein Ausschnitt aus dem „Weißen Rössl“.

Stendal. Die Besucher des Eröffnungsballs für die Theatersaison 2016/17 durften sich von Beginn an ein wenig wie bei großen Filmfesteröffnungen fühlen.

Die Big Band der Musik- und Kunstschule unter der Leitung von Benjamin Ulrich spielte unterhaltsam zum Tanz.

Über einen breiten roten Teppich von Fotografen begleitet, schritt man zum Hauptportal, wo es sich der Intendant nicht nehmen ließ, jeden Gast persönlich zu begrüßen. Der Zuschauerraum hatte sich in einen großen Festsaal verwandelt mit langen Seidenfahnen farblich abgestimmt ausgeleuchtet.

Pünktlich um 19 Uhr eröffnete Intendant Alexander Netschajew den außergewöhnlichen Premierenabend und stellte zudem Ehrengäste vor. Die Losung des Abends verkündete stimmbegabt Schauspielerin Michaela Fent: „Ich hätt getanzt heut Nacht“. Hier nahm der ebenfalls vorgestellte neue Veranstaltungsleiter Florian Stiehler seinem Intendanten gleich eine Aufgabe ab und legte mit der singenden Schauspielerin eine „flotte Sohle“ auf das Parkett. Dann sorgten Punkt für Punkt die angekündigten Programmabläufe des Abends für Stimmung. Linda Lienhard und Andreas Müller „Wunderten sich über gar nischt mehr“, denn „In 50 Jahren ist alles vorbei“ und luden damit auch zum Reutter-Abend in den Kaisersaal ein.

Stimmungsvoll erklangen nun Walzermelodien von Johann Strauß, intoniert vom Bigband-Orchester der Musik-und Kunstschule Stendal unter Leitung von Benjamin Ulrich als Aufforderung zum Tanz in den Abend. Die Ballbesucher lauschten den Melodien aber erst einmal, bevor sie von moderneren Rhythmen angelockt die Tanzfläche eroberten.

Dass man „Im Salzkammergut“ gut lustig sein kann, bekundeten die Ensemblemitglieder vom „Weißen Rössl“, das noch im September wieder im Spielplan erscheint.

Ein Höhepunkt folgte nun mit Ballgeschehen zwischen den Tänzen auf Höhepunkt. Die Tombola zugunsten der Arbeitsgemeinschaften des Theaters vom Förderverein brachte 20 Gewinnern – von Rolanddarsteller Müller aus der Trommel gezogen – gestiftete Gewinne wie Präsentkörbe, Bücher oder Gutscheine ein. Nach einer Rolandsongeinlage von Andreas Müller fuhr die Festballtorte herein und wurde zeremoniell vom Intendanten angeschnitten und aufgeteilt.

Bis weit nach Mitternacht verlief die harmonische Ballnacht zur Zufriedenheit der Gäste. Ein gutes Omen für die „Traum“-Spielzeit.

Von Ulrich Hammer

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