43-Jähriger aus Möllendorf will CDU-Platzhirsch Eike Trumpf beerben

Ex-Pirat René Schernikau will kein „Weiter so“

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„Unsere Region gestalten miteinander“ lautet der Slogan, mit dem René Schernikau auf Arneburg-Goldbecks Chefsessel will.

tje Möllendorf/Arneburg-Goldbeck. Seit Ende 2015 ohne Parteibuch unterwegs ist Ex-Pirat René Schernikau erneut als Kandidat auf Stimmenfang.

Der 43-Jährige aus Möllendorf will auf Arneburg-Goldbecks Verbandsgemeinde-Chefsessel – und mit Eike Trumpf einen der bekanntesten Platzhirschen der CDU in der Region beerben. Der Mitarbeiter der Investitionsbank Sachsen-Anhalt in Magdeburg geht dabei mithilfe gleich zweier Parteien ins Rennen. Sowohl die Linken als auch die Bündnisgrünen würden ihn offiziell unterstützen, teilt Schernikau der AZ am Dienstag mit.

Der Vater dreier Kinder wurde in Osterburg geboren. Sein Slogan für den Kampf um Wählerstimmen am 23. Oktober für das hauptamtliche Bürgermeisteramt lautet „Unsere Region gestalten miteinander!“ Dafür setzt der Diplom-Betriebswirt auf „transparente Entscheidungen“ und eine Verwaltung, „die sich als Dienstleister für Menschen und für Stadt- und Gemeinderäte versteht“. Sollte der parteilose Bewerber das Ruder in Arneburg-Goldbeck übernehmen, gebe es „ein engagiertes und planvolles Handeln für eine für Familien und Zuzügler attraktive Verbandsgemeinde“. Ein Verbandsgemeindebürgermeister müsse „moderieren, bevor sich unüberbrückbare Wände aufbauen“, „strategisch agieren“ und „kreative Lösungen finden“. Außerdem will Schernikau eine intensive „Ansiedlungspolitik“ im Green Valley („Grünen Tal“) von Werben bis Hassel. Tourismus funktioniere nur gemeinsam, die Verbandsgemeinde müsse attraktiv für Familien und Senioren sein und Politik brauche Vertrauen.

Der Kandidat lebt seit 1997 im Goldbecker Ortsteil. Er holte bei seiner Bewerbung als Stendaler Landrat vor vier Jahren 1526 Stimmen. Für ihn als Bundestagskandidat kreuzten 2013 dann 2541 Wähler. Zuletzt ging der Altmärker im November 2013 für Arneburg-Goldbecks Verbandsgemeinderat ins Rennen. Er sitzt im Gemeinderat Goldbeck, ist Chef des Reit- und Fahrvereins Klein Schwechten und Mitglied der Feuerwehr Möllendorf. „Ein weiter so wird es nicht geben“, will er eine „vorausschauende, verlässliche Politik“. Dazu brauche es neue Impulse und das gemeinsame Handeln aller Mitgliedsgemeinden, erklärt Schernikau. „Gespräche mit weiteren Unterstützergruppen laufen noch“, kündigt der Bewerber an.

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