Ausschuss will städtische Hilfe für kostenloses Internet in der Innenstadt prüfen

Erstes Votum für freies WLAN in Stendal

kah Stendal. Die Stadt Stendal soll prüfen, ob freies WLAN im Innenstadtgebiet durch die Kommune unterstützt werden kann. Das ist der mehrheitliche Wille des Hauptausschusses der Stadt, der wichtige Entscheidungen des Stadtrates vorbereitet.

Damit ist eine wichtige Hürde für eine Erleichterung des mobilen Internetzugangs in der Stadt genommen. Der Antrag kam von der „Mitte“-Fraktion aus SPD, FDP und Piraten im Stadtrat (AZ berichtete). Die Stadt könne, so der Vorschlag, den Verein „Aktion Freifunkinitiative“ finanziell, technisch und organisatorisch unterstützen. Das kann etwa bedeuten, zu prüfen, wo sogenannte „Freifunkrouter“ aufgestellt werden könnten. Außerdem solle festgestellt werden, ob die Stadt auch Kosten für diese Geräte übernehmen könnte.

Die Kosten seien überschaubar, so heißt es in dem Antrag der „Mitte“-Fraktion: Eines der Geräte koste etwa 20 Euro, hinzu kämen geringe Stromkosten. Andere Städte würden kostenfreiem WLAN in ihren Stadtkernen etwa mit 5000 Euro in Moers auf die Beine helfen. Moers ist mehr als doppelt so groß wie Stendal.

Der Zweck der Aktion ist es, die Attraktivität der Innenstadt zu verbessern: Bewohner und Touristen könnten so mit ihrem Smartphone schnell Informationen aus dem Internet abrufen. „Das wäre wunderbar: Man kann durch die Straße schlendern, und schnell etwas über die Stadt in Erfahrung bringen“, so Olaf Lincke, der den Antrag für die Fraktion vorstellte. Mittlerweile sei bereits ein bekanntes lokales Medien-Unternehmen – der Videowand-Betreiber Digital Media Altmark – in die „Freifunkinitiative“ eingestiegen. Auch eine kleine AZ-Umfrage in der Innenstadt stieß auf generelle Zustimmung.

Christel Güldenpfennig (CDU) kritisierte aber, dass das Stendaler Umland davon nichts habe. Der Ausschuss stimmte dennoch mit fünf Ja-Stimmen und sechs Enthaltungen für den Antrag. Das letzte Wort hat der Stadtrat am 1. Juni. Sollte die Unterstützung nach einer Prüfung machbar erscheinen, könnte es laut Antrag ab 2016 freies WLAN in der Stadt geben.

Von Kai Hasse

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