Tier mit zwei Schüssen aus einer Jagdwaffe erlegt

Erschossener Wolf am Elbufer bei Klietz gefunden

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Der Kadaver des erschossenen Wolfes. Ermittlungen werden aufgenommen.

ds Stendal. Angler fanden heute Vormittag am östlichen Elbufer zwischen Klietz und Scharlibbe einen toten Wolf. Das Tier ist nach ersten Erkenntnissen erschossen worden.

Die Angler fanden den toten Wolf auf einem Buhnenkopf am östlichen Elbufer zwischen Klietz und Scharlibbe, teilt der Kreis Stendal in einer Pressemitteilung mit. Der sofort verständigte Amtstierarzt des Landkreises Stendal, Dr. Thoralf Schaffer, stellte fest, dass der Tod des Tieres sehr wahrscheinlich durch zwei Schüsse aus einer Jagdwaffe verursacht wurde. Die Auffindesituation ließe den Schluss zu, dass der Wolf nicht durch die Elbe angeschwemmt wurde, sondern vor Ort erlegt worden sei. Der Amtstierarzt hat den Kadaver sofort in Augenschein genommen und geborgen. 

Nach einer Verständigung mit der Referenzstelle Wolfsschutz bei der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe und dem Landesamt für Verbraucherschutz brachte Schaffer das tote Tier umgehen in das Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin. Dieses Institut untersucht deutschlandweit alle verendeten Wölfe. Dr. Schaffer: „Bei dem Tier handelt es sich um einen jungen Rüden von ca. 30 kg, der ein oder maximal zwei Jahre alt ist. Diese Tiere ziehen allein durch die Landschaft, haben in der Regel kein festes Rudel.“

Der Amtstierarzt hat bei Polizei Anzeige wegen des Verdachts auf Vorliegen einer Straftat gestellt. Zuständig für Gutachten, Aufklärungsarbeit und Prävention rund um den Wolf ist die Referenzstelle Wolfsschutz des Landes Sachsen-Anhalt. Die Referenzstelle wird auch die weiteren Untersuchungen zu diesem Vorfall begleiten.

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