Eichstedts Damen lassen den Herren beim sportlichen Wettstreit den Vortritt

Wie eine Kugel verbindet

Die rote Boßel-Kugel darf in Eichstedt nur von weiblichen Händen auf die Reise geschickt werden. Auch Sybille Fischer beteiligte sich am jüngsten Wettstreit der Gymnastik-Damen, die die Herrentruppe der Abteilung Wandern mit Hund herausgefordert hatte.

Eichstedt. Rot gegen Blau: Wenn die Holzkugel-Fans des Uchtedorfs Eichstedt traditionell um die Wette werfen, zählt wie so oft im Leben nicht die Masse, sondern kommt es auf die Länge an.

Auf die Länge der jeweiligen Boßel-Züge natürlich, wobei in Eichstedt traditionell alle Damen ausschließlich die rote Kugel werfen, während die Herrenschaft mit einem blauen Gegenstück hantiert.

Bevor das eigentlich als Übungstag für alle organisierten Hunde-Fans im Eichstedter Sportverein (SV) angelegte Ereignis aber seinen Lauf nahm und die Gymnastik-Frauen die Männer von der Abteilung Wandern mit Hund herausforderten, rief Doris Podas zum Aufwärmtraining. Die Chefin der Eichstedter Gymnastiktruppe leitete kollektiv zum Auflockern an, bevor die rote und blaue Kugel auf die 1,5 Kilometer-Distanz geschickt wurde.

Hans-Jürgen Meyer notierte die Anzahl der Würfe. So manches Mal rollte der Rundling abseits des Weges ins tiefe Gras, wo dann erst intensiv gesucht werden musste. Für den Ausgleich des Wasserhaushalts innerhalb der Eichstedter Boßel-Runde zuckelten Getränke in einem Bollerwagen mit.

Am Ende siegten die Hundesportler – und damit die Herren, die ihre Kugel achtmal weniger als die Damen der Gymnastik-Truppe angestupst hatten. Platz eins also für Eichstedts Männer für 58 Würfe. Auf dem Vorplatz des Dorfkrugs folgten weitere Wettkampf-Disziplinen wie Zahlenordnen und Beutelzielwurf. Auch dabei schienen die Männer mehr Zielwasser getrunken zu haben.

Zur Belohnung bekamen die Hundeliebhaber den Boßel-Wanderpokal von Doris Podas überreicht. Außerdem gab es einen Knochen und einen Hundekuchen von der weiblichen Gegenmannschaft.

Von Dieter Bandau

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