Geschützte Allee der L 2 bleibt / Entscheidung über Straßenbelag steht noch aus

Eine Frage der Sicherheit in Werben

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Die Planungen der Landesstraßenbaubehörde für die Landesstraße 2, besonders im Bereich zwischen Werben und Räbel, sind noch nicht abgeschlossen. 2017 soll jedoch gebaut werden.

Werben. Im September soll der neueste Stand in Sachen Ausbau der in die Tage gekommenen Landesstraße 2 im Bereich Werben in Westelbien und Havelberg auf ostelbischer Flussseite bekannt gemacht werden.

Manfred Krüger, Bereichsleiter der Landesstraßenbaubehörde (LSBB), hatte auf AZ-Nachfrage bereits Anfang Juni über den Stand der Planungen informiert. In dieser Woche setzte er auch die Mitglieder des Werbener Stadtrates detailliert ins Bild. Vor allem eine Frage beschäftige die Straßenexperten noch sehr: Aktuell bestehe eine geringe Unfallgefahr auf der L 2. Dies hätte auch ein Test der Behörde ergeben. Ein Mitarbeiter sei dort nicht schneller als 60 km/h gefahren.

Das momentan maximal vier Meter breite Pflaster inklusive angrenzender Schotterpiste, rechtsseitig Richtung Elbe, gebe kaum schnellere Geschwindigkeiten her. Es gibt Freunde des historischen Aussehens, wurde noch einmal gesagt. Allerdings werden eine Bitumen- oder Asphaltdecke in der Planung vorgezogen. Doch ein solcher Untergrund würde dann auch wieder zu schnellerem Fahren verleiten. Und dabei kommen die angrenzenden, eine Allee bildenden Straßenbäume ins Spiel. Diese haben Bestandsschutz. „Es wird keinen Kahlschlag geben“, betonte Krüger noch einmal. Als Lebensraum für Tier und Mensch spielten die Bäume eine wichtige Rolle. Sie sollen allerdings nicht zur Gefahr für das Leben werden.

Was in weiten Teilen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns oft zu sehen ist, könnte Sicherheit bringen: Ob Leitplanken aber eine Alternative sind, ist zu klären. Auf mehr als 5,50 Meter Breite wird die L 2 zwischen Werben und Räbel wohl nicht kommen. Geringere Geschwindigkeiten wären somit auch im Begegnungsverkehr sicherer.

„70-Schilder werden wohl nicht reichen“, sagte Krüger. Die Begrenzung werde sicherlich nicht von jedem akzeptiert. An einer abschließenden Lösung in dieser Sache werde noch gearbeitet.

Von Alexander Postolache

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