Feuerwehrobjekte im Fokus Krimineller : 14 Einbrüche in vier Wochen im Norden des Landkreises

Einbrecher bei Stendals Kreisbrandmeister

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Deutschlandweit kommt es zu Einbrüchen in Gerätehäuser. Auch im Landkreis Stendal sind Feuerwehren betroffen.

Landkreis. Wie sollen freiwillige Einsatzkräfte helfen, gesetzt den Fall, die Einbrecher erleiden einen Unfall und müssen aus einer misslichen Lage befreit werden? Die Rechnung macht Kreisbrandmeister Dr. Ringhard Friedrich auf und stuft die jüngste Serie von Einbrüchen in Gerätehäuser der freiwilligen Feuerwehren als „höchst bedenklich“ ein.

Allein in seinem Wohnort Walsleben, in dem Friedrich Wehrleiter ist, wurde das Gerätehaus schon zwei Mal von Dieben heimgesucht. „Eine konzertierte Aktion“, schätzt der Kreisbrandmeister ein. In den zurückliegenden vier Wochen ist es in den Gebieten Osterburg, Seehausen und Arneburg-Goldbeck zu insgesamt 14 Einbrüchen in Gerätehäuser der Ortswehren gekommen, zieht das Stendaler Revier am Freitag eine erschreckende Bilanz.

Jüngster Fall: Aus dem im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Rochau abgestellten Einsatzfahrzeug sind eine Kettensäge „Stihl“ und ein Fünf--Liter-Kanister mit Kraftstoff für das Gerät gestohlen worden. „Hier liegt die Tatzeit zwischen Freitag, 16. September, 17.30 Uhr, und Donnerstag, 22. September, 15 Uhr“, teilt die Polizei mit. Als der Diebstahl bemerkt wurde, standen an der Gebäuderückseite Fenster offen, durch die die Täter ins Innere gelangt sind. Die Kripo bittet nun Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge in Rochau und den anderen Orten an einem Gerätehaus beobachtet haben, sich unter Tel. (03937) 4970 im Revierkommissariat Osterburg oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Was sind das für Menschen, die die Sicherheit anderer gefährden und weder vor Feuerwehren noch vor Kirchen Halt machen, um sich illegal zu bereichern, fragt sich der Kreisbrandmeister. „Wir tun, was wir können, um unsere Gebäude zu sichern.“

Von Alexander Postolache

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