Früheres Gymnasium verschwindet jedes Jahr ein Stück mehr hinter grüner Wand

Das Dornröschen macht Schule

+
Für Unbefugte tabu. Auf dem Gelände werde regelmäßig nach dem Rechten gesehen.

Tangerhütte. Dornröschen könnte in Tangerhütte ausgezeichnet schlafen. Es braucht nicht mehr lange und das frühere „Altmärkische Gymnasium“ ist hinter all den Bäumen und Sträuchern verschwunden. Auch die weitere Zukunft der Bildungsruine scheint alles andere als märchenhaft.

Niemand will sie haben, immer wieder einmal ist die Rede von einem Abriss. Das Objekt gehört nach wie vor dem Landkreis Stendal. Eine Nutzung, in welcher Form auch immer, plant dieser nicht. „Der Verkauf wurde bereits in einzelnen Ausschüssen des Kreistages besprochen. Bestehende Kaufinteressen führten nicht zum Abschluss eines Kaufvertrages. Zurzeit werden keine Verkaufsverhandlungen geführt“, informiert Kreissprecherin Angela Vogel auf Anfrage der AZ. Wie lange die Galgenfrist für den DDR-Plattenbau noch läuft und wann damit der Abriss ansteht, scheint noch nicht abschließend geklärt.

Die letzten Schüler verließen das Gymnasium vor fast zehn Jahren. Einige Zeit lang wollte der Arbeiter-Samariter-Bund ein Mehrgenerationenprojekt auf dem ungefähr 27 000 Quadratmeter großen Grundstück realisieren. Geplant war zudem einmal eine weitere große Einkaufsfläche für Tangerhütte.

Von Marco Hertzfeld

Kommentare