Freizeitplatz Erich-Weinert-Straße: „Exorbitant hohe Kosten“ / Ausbau nur mit Förderung möglich

„Dirt Track“ bleibt vorerst eine Idee

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An trockenen und eher an warmen Tagen wird die Spielstätte an der Erich-Weinert-Straße stark genutzt. Neben der Skate-Anlage stehen unter anderem auch Beach-Volleyball-Felder zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung.

Stendal. Ein Blick zurück zum Juli des Jahres 2015: „Auf dem Zuckersand kannst du nicht gut fahren“, ist sich Leon sicher. Und zwischen dem ganzen Unkraut geht das sowieso nicht.

Der „Dirt Track“, die Sandpiste, die die Skateranlage an der Erich-Weinert-Straße ergänzen sollte, wird noch auf sich warten lassen. So lange trainieren Leon und sein Kumpel Kalle auf der Quarter und den anderen Rampen weiter – ohne Sand unter den Reifen. Brüderlich teilen sie sich ein BMX-Rad und üben fleißig ihre Tricks auf dem Zweirad, wenn das Wetter mitspielt.

Dort, wo seit Jahren die Natur den Sandberg nach und nach erobert, war einst ein „Dirt Track“ für BMX-Lenker geplant.

Vielleicht hat sich das Hobby der beiden Freunde, die vor über einem Jahr mit der AZ sprachen, mittlerweile geändert. Das Unkraut sprießt allerdings immer noch auf dem besagten Hügel, der eigentlich das Spielgelände um eine weitere Attraktion bereichern sollte. Wird es den „Dirt Track“ geben? Stadtsprecher Klaus Ortmann sagt „vorerst nicht“. Das Projekt sei zwar in der Vorplanung gewesen, wird aktuell aber nicht mehr verfolgt. „Die Hansestadt Stendal war nicht bereit, so viel Geld in die Hand zu nehmen. Und hätte es auch nicht gekonnt.“ Georg-Wilhelm Westrum, Bauamtsleiter der Stadt, hatte im Juli 2015 von 19 000 Euro gesprochen. Weitere Recherchen mehrerer Fachbereiche der rolandstädtischen Verwaltung hätten jedoch „exorbitant hohe Kosten“ ergeben.

Der Freizeitplatz bietet verschiedene Möglichkeiten der körperlichen Betätigung für junge und ältere Nutzer.

„Wir reden hier von einer standardisierten Bahn, die keine einfach Sandpiste ist“, ergänzte Ortmann. Die Möglichkeit bestehe. Nur müssten die Kosten auch gedeckt werden. Vielleicht könnten Fördermittel aus dem Topf „Soziale Stadt“ aquiriert werden.

Abwechslungsreich in seinen Angeboten und relativ sauber präsentiert sich der Freizeitplatz mit Skate-Anlage, Fitness-Geräten oder auch Beach-Volleyballplatz an der Erich-Weinert-Straße. Zweifelsohne muss es dort nicht langweilig werden.

Von Alexander Postolache

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