Bündnis gegen Menschenfeindlichkeit will ein Kinder- und Jugendforum gründen

Von Demokratie-Fans gibt’s Kohle

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Studentenfutter für alle zum Auftakt: Der Begleitausschuss der frisch gegründeten Demokratie-Partnerschaft beginnt am Freitag damit, 20 000 Euro Aktionsgeld zu vergeben.

 Stendal. 20 000 Euro sind im Topf – wohin das sogenannte „Aktionsgeld“ im Namen der Demokratie fließen soll, entscheidet sich erstmals am Freitag, 24. September, wenn sich der Begleit-Ausschuss zu seiner allerersten Sitzung trifft.

Als Ansprechpartner für das 30 Köpfe zählende Bündnis gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit fungiert aus den Reihen der Stendaler Stadtverwaltung Uwe Bliefert. Dem Sachgebietsleiter für Jugend, Sport und Soziales steht als Koordinierungs- und Fachstelle der Stendaler Verein „Kinderstärken“ zur Verfügung.

Die Summe von 20 000 Euro soll jährlich vergeben werden. Ziel der Initiatoren ist es dabei auch, dass in der größten Stadt der Altmark ein Kinder- und Jugenforum gegründet wird. Wenn dieses „Mini-Parlament“ existiert, soll es auch eigene Entscheidungen treffen. Und sogar über Geld nicht nur reden müssen – denn dem Forum soll ein 5000 Euro schwerer Jugend-Fonds zur Verfügung stehen.

Der Demokratie-Partnerschaft gehören Männer und Frauen aus der Politik, der Stadt und der Verwaltung an. Auch Verbände, Jugendeinrichtungen, der Stadtseniorenrat, die Wirtschaftsförderung, Stiftungen und Migrantenorganisationen, Hochschule, Kreissportbund und Theater der Altmark waren beim Gründungstreffen dabei. Verantwortlicher Benjamin Ollendorf ließ dabei die Erfolge der jüngsten Vergangenheit Revue passieren. Seit Juni 2015 habe es mehr als 70 Aktionen und Projekte gegeben, die nun unter dem Dach des neuen Bündnisses vernetzt und verstärkt gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit wirken wollen. „Das Projekt soll Orte schaffen, an denen sich Menschen begegnen und austauschen können. Auch Menschen mit Behinderung sollen weiter in die Mitte der Gesellschaft rücken. Dies soll auch für Bürger ohne deutschen Pass gelten. Berufliche Perspektiven für Jugendliche und deren Schulerfolg sollten wir als Querschnittsthemen mit im Blick haben“, erklärt Ollendorf.

Er und seine Mitstreiter blicken gespannt auf die Entscheidung vom Freitag. An der Vergabe der 20 000 Euro Aktionsgeld wirken mit: Vertreter der Stadtverwaltung und aller drei Fraktionen des Stadtrats sowie die Stendaler Migranteninitiative, Hochschule, Altmärkische Bürgerstiftung, Freiwilligen-Agentur, Verein „Lebendige Steine“, Kreis-, Kinder- und Jugendring, Kreissportbund und das Bürgerbündnis „Herz statt Hetze“.

Von Antje Mahrhold

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