Stellflächen bleiben / Ausbau demnächst auch am Karnipp

Deichstraße wird saniert: Erschwerte Parkplatzsuche

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Das alte Pflaster der Deichstraße kommt dieser Tage wieder zum Vorschein. Die Asphaltdecke wird mit einem Bagger entfernt. Der Straßenbau auf 226 Metern kostet einschließlich Gehweg, Lampen und neuer Regenwasserkanäle 509 100 Euro.

Stendal. Die Bagger sind angerollt und reißen den Asphalt vom alten Steinpflaster: Eine wichtige Verbindungsstraße im hansestädtischen Einbahnstraßennetz mit Potenzial für Parkplatzsuchende darf aktuell nicht befahren werden.

Karnipp: Hier wird demnächst gebaut. Als Ausgleich für die Parkplätze sind an der Mühlenstraße 78 Stellflächen geplant.

Die Deichstraße, die Anwohner und Kurzparker (zwei Stunden) gern nutzten, um ihre Fahrzeuge abzustellen, wird grundhaft saniert. Mit der Sperrung der Deichstraße ist auch der viel genutzte Parkplatz zwischen Deich- und Brüderstraße schwerer, nämlich aktuell nur über die Auffahrt Brüderstraße zu erreichen.

Die Einbahnstraße zwischen Hall- und Weberstraße soll künftig rechtsseitig Parkflächen erhalten. Die Fahrzeuge sollen dann laut Stadtsprecher Klaus Ortmann auf Granitnaturstein stehen, während die Fahrbahn selbst, untypisch für die sanierte Innenstadt, wieder eine Asphaltdecke bekommt. An der 226 Meter langen Straße sollen insgesamt acht Laternen mit LED-Leuchten aufgestellt werden. Verbaut wird der Lampentyp „Clara“, der auch in anderen Straßenzügen zu finden ist. Die Gehwege, die genau wie die Straße in ihren Breiten variieren, werden dem Gesamtbild – Betonplatten mit Bischofsmützen – angepasst.

Die Bordsteine aus Granit lassen sich bei einer Höhe von maximal fünf Zentimetern leichter überfahren, was sich schonend auf Reifen und Felgen auswirken könnte, aber besonders auch das Fahren mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen erleichtert. Insgesamt kostet die Sanierung 509 100 Euro einschließlich eines neuen Regenwasserkanals.

Schwieriger wird es demnächst auch, im Karnipp einen Parkplatz zu finden. Der bisherige Sandplatz diente lange als inoffizielle und gebührenfreie Parkfläche. „Es ist abzusehen, dass dort demnächst gebaut wird“, sagt Ortmann. Planung und Ausbau der Straße bis 2018 kosten insgesamt 310 000 Euro. Aber es soll einen Ausgleich für die dortigen Parkflächen geben, denn parallel wird die Mühlenstraße zwischen Petrikirchstraße und Westwall ausgebaut (725 100 Euro). Dort sollen laut Planung 78 Pkw-Stellplätze auf 4400 Quadratmetern entstehen, so Ortmann.

Von Alexander Postolache und Kai Hasse

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