BUGA: Steuerzahler-Bund kritisiert Verschwendung

Defizit bringt die Domstadt ins Schwarzbuch

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Weil Havelberg durch Verluste aus der Bundesgartenschau auf 225 000 Euro Verlust sitzen bleibt, ist die Domstadt im neuesten Schwarzbuch des Steuerzahler-Bunds gelandet.

tje/dpa Havelberg. Die Kritik an der Finanzmisere durch die -Bundesgartenschau (Buga) 2015 in der Region Havelland nimmt durch das neueste Schwarzbuch des Steuerzahler-Bundes (BdSt) wieder Fahrt auf. 

Wie berichtet lag das Defizit der Großveranstaltung bei rund zehn Millionen Euro, die Buga-Städte Havelberg sowie Brandenburg, Premnitz, Rathenow und Stölln im Nachbarland Brandenburg mussten dafür aufkommen.

Für die Organisation hatten sie bereits 34 Millionen Euro gezahlt. Problematisch war, dass weniger Gäste kamen als erwartet. Die Veranstalter rechneten mit 1,5 Millionen Besuchern, es kam aber nur rund eine Million. Es wurde vermutet, dass weniger Besucher kamen, weil die Distanzen zwischen den Orten zu groß gewesen seien. Außerdem streikten Bahn und Nahverkehr. Hinzu kamen Hitze und Unwetter. Ein Besucher kam bei einem Unwetter in Rathenow ums Leben. Er wurde von einem Ast erschlagen.

„Eine Million Buga-Besucher schlagen sich zwar erst einmal positiv nieder, etwa in mehr Hotelübernachtungen. Die touristischen Auswirkungen sind aber eher temporär. Somit war auch diese Buga nicht mehr als ein Prestigeprojekt, das den Steuerzahlern teuer zu stehen kommt“, lautet das Fazit des BdSt. Allein für die Stadt Havelberg ergab sich am Ende ein Verlust von 625 000 Euro. Zur Deckung des Defizits bewilligte das Land 400 000 Euro. Somit bleibt Havelberg auf einem Verlust von 225 000 Euro sitzen.

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