BI gegen Neuhäuser-Posten im Umweltausschuss / Stapel: „Guter Fachmann“

„Das hat er alles gewusst“

+
Mahnwache in Buch: Die Aktivistinnen der BI kommen mit Bürgern ins Gespräch.

Buch/Stendal. Mit Unverständnis und Ärger reagieren die Tierschützer um die Bürgerinitiative NABU-Tiere auf die Nachricht, dass Dr. Peter Neuhäuser erneut sachkundiger Einwohner im Umweltausschuss des Landkreises werden soll.

Vorgeschlagen hat ihn die Fraktion Die Linke-Bündnis90/Die Grünen. Ausgerechnet auf Vorschlag von den Grünen, bemerken die Mitglieder der BI. Sie kritisieren den NABU-Kreischef seit über einem Jahr, weil er ihrer Ansicht nach den Tod von über 50 Wildpferden und Rindern beim Hochwasser 2013 im Bucher Brack verschuldet haben soll.

Bereits beim Hochwasser im Januar 2011 blieb den Wildpferden (rechts neben den Heuballen) an der Elbe bei Buch nur ein winziger Landrest. Damals konnten sie versorgt werden. Im Sommer 2013 kam es aber zum Tod vieler Tiere im Bucher Brack.

„Weil er ein guter Fachmann ist“, erklärt Grünen-Mitglied Eduard Stapel die Wahl Neuhäusers aus seiner Fraktion. Und das habe Neuhäuser bereits die vergangenen Jahre, in denen er als sachkundiger Einwohner über Umweltthemen im Ausschuss mitdiskutiert, gezeigt. Neuhäuser sei auch juristisch nichts vorzuwerfen – womit Stapel anspielt auf das Abweisen einer Klage der Neuhäuser-Gegner durch die Staatsanwaltschaft Stendal. Die Klage wurde abgewiesen, weil Neuhäuser bei dem Drama um die gestorbenen Tiere kein vorsätzlicher Fehler nachzuweisen sei. Auch Günter Rettig, Chef der Fraktion und gleichzeitig Ortsbürgermeister von Buch, wo wiederholt Mahnwachen vor den NABU-Gebäuden stattfinden, stärkt Neuhäuser den Rücken: Es gebe keine strafrechtlichen Hindernisse. „Und er verfügt, was Umwelt und Naturschutz angeht, über ausgezeichnete Kenntnisse“, so Rettig.

Von Kai Hasse

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch im E-Paper und in der gedruckten Altmark-Zeitung.

Kommentare