Erster Stammtisch im Bürgerbüro, Adolph-Menzel-Straße 18, steckt Ziele ab

Chancen für Alleinerziehende in Stendal?

Stendal. Ende Februar luden Jeanette Merten und Benjamin Ollendorf vom Verein Kinderstärken zum Stadtteilfrühstück in ihr Büro ein (AZ berichtete).

Das damalige Ziel, die Räumlichkeiten im Bezirk bekannter zu machen, wurde in dieser Woche thematisch mit einem weiteren Angebot bestärkt.

Kindergartenfachkraft, Altenpflegehelfer oder doch Altenpfleger? Welche Möglichkeiten gibt es für Alleinerziehende, sich weiterzubilden? Wo bleibt der Nachwuchs in der Zeit? Gibt es kinderfreundliche Berufe mit Schichten, die mit den Öffnungszeiten der Kindertagesstätten übereinstimmen? Diese und andere Fragen kamen beim ersten Stammtisch für Alleinerziehende in den Räumen des Stadtteilbüros in der Adolph-Menzel-Straße 18 beispielsweise auf. Und wurden von fachkundigen Beraterinnen schnell beantwortet.

Wie kam es zu dieser Initiative? Zur Erinnerung: „Traumfrauen – und ich werde den Kopf nicht hängen lassen“ war ein Pilotprojekt, das 2014 im Rahmen der Bürgerbühne des Theater der Altmark (TdA) und in Kooperation mit dem Jobcenter und der Hochschule entstand, um die Lebenswelt von alleinerziehenden Müttern zu reflektieren und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Das aktuelle Ziel: Die Teilnehmerinnen des Projektes „Traumfrauen“ unter dem Dach des Vereins Kinderstärken haben einen Stammtisch für Alleinerziehende Elternteile ins Leben gerufen. Die ehemaligen „Traumfrauen“ wollen Ansprechpartner für Alleinerziehende sein und über Hilfsangebote informieren. Der Stammtisch für Alleinerziehende soll eine Plattform für regelmäßigen Austausch werden und Aktivitäten mit anderen Alleinerziehenden ermöglichen. Die Kinder der Alleinerziehenden sind dabei natürlich willkommen, finden Möglichkeiten zur individuellen oder auch gemeinsamen Beschäftigung.

Die angesprochene Zielgruppe fand allerdings noch nicht so zahlreich den Weg in die Adolph-Menzel-Straße. Für jene, die im Stadtteilbüro an jenem Mittwochnachmittag ab 16 Uhr waren, zahlte sich das Treffen besonders in der Form aus, dass mehrere Beraterinnen sich auf einen Fragestellenden einstellen konnten.

Weitere Ideen, welche Angebote im Stadtteilbüro und für den Bezirk richtig und wichtig sind, sollen Ende April Verwaltung und anderen Akteuren vorgestellt werden. Der Verein Kinderstärken nennt sein Konzept „Stadtteilmanagement Stendal-Stadtsee“. Dazu fragten Hochschulstudenten etwa 200 Bewohner des Gebietes, was sie bedrückt und was sie wollen.

Von Alexander Postolache

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare