Gut besuchte Kinder-Uni in Stendal

Campus Day lockt künftige Studenten

+
Dr. Kathrin Schade vom Winckelmann-Museum konnte im Rahmen der Kinder-Uni zahlreiche junge Gäste zur Vorlesung mit dem Titel „Ein Himmel voller Geschichten“ begrüßen.

Stendal. Zu einem „Campus Day“, bei dem sich künftige Schulabsolventen über ein mögliches Studium informieren können, hat der Rolandstädter Campus der Hochschule Magdeburg-Stendal eingeladen.

Im Laufe des Vormittags stellten sich dazu die beiden Fachbereiche Wirtschaft und Angewandte Humanwissenschaften vor. Absolventen beider Studienrichtungen hielten Vorträge und informierten junge Menschen nicht nur über die Möglichkeiten eines Studiums, sondern auch über dessen Herausforderungen.

Psychologe Robert Jantke erläuterte Karrierechancen.

„Die Begriffe Karriere und Psychologie lassen sich nicht besonders gut miteinander verbinden“, berichtet etwa Robert Jantke. Er studierte Rehabilitations-Psychologie in Stendal und arbeitet mittlerweile in einem Jerichower Fachklinikum. „Wenn man die Hochschule nur mit einem Bachelor verlässt, sind die Karrieremöglichkeiten natürlich eingeschränkt“, so Jantke gegenüber seinen Zuhörern. Für gewisse Zusatzqualifikationen sei ein Master-Abschluss daher „eine unabdingbare Voraussetzung“. Dies gelte in ähnlicher Form für den Studiengang der Angewandten Kindheitswissenschaften, den es an der Stendaler Hochschule seit mittlerweile zehn Jahren gibt und der ein Alleinstellungsmerkmal der Bildungseinrichtung darstellt.

Der Psychologe sprach weiterhin ein wesentliches Thema an, das Gehalt. „Ich kann nur von meinem Studium berichten. Ich nehme an, dass es bei den Kindheitswissenschaftlern ähnlich aussieht. Aber bei uns beträgt das Einstiegsgehalt rund 2400 Euro netto im Monat“, berichtet Jantke. Mit zusätzlichen Qualifikationen könnte dieses Gehalt noch weiter angehoben werden. Die Frage einer Elftklässlerin, wie gut die Abiturnote sein solle, beantwortet Jantke mit: „So gut wie irgendwie möglich.“

In Haus 2 boten Hochschulmitarbeiter eine allgemeine Studienberatung an, die über Zulassungsvoraussetzungen oder Fördermöglichkeiten informierte. Einer Führung über den Campus, an der auch Prorektor Professor Dr. Wolfgang Patzig teilnahm, schlossen sich im Laufe des Vormittags zahlreiche Besucher an. Wer seine Kraftreserven wieder auftanken wollte, konnte dies mit selbstgebackenem Kuchen und Kaffee tun. Beides wurde für einen guten Zweck verkauft. Doch nicht nur Heranwachsende konnten den Samstag nutzen, um sich umfassend zu informieren. Auch für die Jüngsten bot die Hochschule in gewohnter Tradition die Kinder-Uni an. Dr. Kathrin Schade, Archäologin und Kunsthistorikerin aus dem Winckelmann-Museum, vermittelte dem intellektuellen Nachwuchs unter dem Motto „Ein Himmel voller Geschichten“, woher die Planeten ihre Namen haben und was die Götter damit zu tun haben. Die jungen Altmärker erfuhren, dass ägyptische Priester „sehr versierte Astronomen waren“ und dass wir ihnen die Sternbilder und unseren Kalender verdanken. „Vielleicht bekommt ihr ja später selber Lust, zu studieren. Auch wenn es noch eine Weile hin ist“, sagt Professor Dr. Michael Klundt in seiner Begrüßung.

Von Mike Höpfner

Kommentare