"Buschhandwerker" träumen unter Sternen

„Bushcraft“: Junge Altmärker testen ihre Grenzen mit Überlebenstraining

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Geschafft, aber glücklich: Michael (v.l.), Rene und Stefan sind in ihrem Heimatort Eichstedt eingetroffen.

Eichstedt. „Wir sind an unsere Grenzen gegangen“, lautet das Resümee von sieben jungen Altmärkern, die über Pfingsten nicht auf der faulen Haut gelegen haben.

Die Truppe frönt dem kräftezehrenden Freizeittrend „Bushcraft“ (Buschhandwerk), bei dem sich freiwillig dafür entschieden wird, eine gewisse Zeit in der Natur zu verbringen, ohne sich dort aber einen Unterschlupf zu bauen. Für viele ist dies ein Hobby, für andere inzwischen aber auch eine Art Lebenseinstellung.

Das Notfall-Handy blieb im Rucksack, denn navigiert wurde beim freiwilligen Überlebenstraining zwischen dem Startort Fischbeck in Ostelbien und dem Ziel an der Uchte in Goldbeck ausschließlich mit Karte und Kompass.

Gestartet waren die „Glorreichen Sieben“ am Freitag vor dem langen Feiertagswochenende bei Fischbeck in Ostelbien. Ihre Tour führte die jungen Männer, die in verschiedensten Orten der Region zuhause sind, über Schönhausen, Hämerten, Storkau, Arneburg, Büttnershof und Hindenburg. Ihre Route beinhaltete jede Menge Feldwege und Strecken an den Deichen. Als Lagerplätze diente als Erstes ein einsamer Platz nahe Arneburg, wo die Nacht auf Samstag verbracht wurde. Die zweite Nacht schliefen die „Buschhandwerker“ unweit von Büttnershof nahe des Naturschutzgebiets „Alte Elbe“. Insgesamt absolvierte die Gruppe eine Strecke von 50 bis 60 Kilometern – zu Fuß. Als Verpflegung hatten die jungen Männer Wasser, Einmannpackungen (EPa), Bratwurst und Bier im Rucksack. Gräben wurden übersprungen oder teils umwegintensiv umgangen. Navigiert wurde mit Karte und Kompass. Nur für den Notfall war ein Handy dabei.

Angesichts des Laufpensums gingen die Lagerabende stets schnell vorbei, weil die Müdigkeit groß war. Pausen wurden mal nach drei Kilometern, mal nach sechs eingelegt. Belohnt wurde die Truppe mit tollen Ausblicken, etwas Instantkaffee sowie ab und zu einem Nickerchen. Die Männer waren zum vierten Mal auf Bushcraft-Tour unterwegs.

Von Dieter Bandau

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