Stendals Ex-Sparkassen-Chef muss aber Schadensersatz zahlen

Burmeister kriegt Rente

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Die Rente von Dieter Burmeister ist gesichert.

mih Stendal. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Stendal, Dieter Burmeister, hat gestern am Landgericht einen Teilerfolg erzielt.

Zwar muss er der Sparkasse Schadensersatz in Höhe von 229 440 Euro zahlen, aber er erhält rückwirkend seine Rentenzahlungen seit 2014, inklusive aller Kosten. „Das Gericht hat entschieden, dass die Kündigung des Dienstverhältnisses zwar rechtmäßig war, aber die Versorgungszulage nicht gestrichen werden darf“, erläuterte Richterin Stefanie Hüttermann im Nachhinein das Urteil.

Burmeister habe seine Dienstpflicht eindeutig verletzt. „Es ist ein zu schneller Wechsel der Dienstwagen erfolgt. Auch bei der Vergabe von Bauaufträgen gab es Kontrolldefizite, die die Kündigung rechtfertigen“, so Hüttermann. Um eine Streichung der Rentenbezüge zu rechtfertigen, hätte es „ganz gravierende Gründe“ geben müssen.

Der Schadensersatz von knapp 230 000 Euro setzt sich einzig aus den Gutachterkosten zusammen. Die Kosten für den Weinkeller im Technikzentrum an der Arneburger Straße oder die zahlreichen Dienstwagen seien darin nicht enthalten. Das Urteil umfasst rund 70 Seiten.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass die fristlose Kündigung des Beratervertrages vom Gericht bestätigt worden ist“, heißt es von Seiten des Sparkassen-Verwaltungsrates, „der Verwaltungsratsvorsitzende Carsten Wulfänger wird dem Verwaltungsrat vorschlagen, in Berufung zu gehen, wenn die Rechtsvertreter eine Aussicht auf Erfolg sehen.“ Eine Berufung ist beim Oberlandesgericht in Naumburg möglich.

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