Kabinett steht hinter Lückenschluss / Wirtschaft fordert schnelle Umsetzung

A 14: „BUND setzt auf Verzögerungstaktik“

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Eine unendliche Geschichte: Der Weiterbau der A14.

ct Altmark / Magdeburg. Die erneute Kampfansage gegen die A 14-Nordverlängerung sorgt in Magdeburg für Kopfschütteln und Empörung.

Der Landesgeschäftsführer der Umweltschutzorganisation BUND, Oliver Wendenkampf, hatte der Landesregierung vorgeworfen, das Projekt gegen Recht und Gesetz durchboxen zu wollen (AZ berichtete) und damit gedroht, vor den Europäischen Gerichtshof zu ziehen.

Er könne diese Äußerungen nicht nachvollziehen, ließ Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) durch Regierungssprecher Matthias Schuppe ausrichten. Das Kabinett stehe zum A 14-Lückenschluss. Das gelte auch für Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne). Wie wichtig die Autobahn ist, zeige die Schließung des Fricopan-Werkes in Immekath, die unter anderem mit schlechter Verkehrsanbindung begründet wurde. Der letzte Platz im Landkreis-Ranking für den Landkreis Stendal habe auch mit dem Infrastrukturproblem zu tun, so der Regierungssprecher.

„Der Lückenschluss der A 14 war, ist und bleibt aus Sicht der Wirtschaft ohne Alternative“, betont Wolfgang März, Hauptgeschäftsführer der IHK Magdeburg. „Nördlich der A 2 hört unser Land nicht auf.“ Klagen führten zwar zu zeitlichen Verzögerungen, könnten aber den Bau der Autobahn nicht verhindern. „Es kann nicht sein, dass ein Umweltverband seine Mitwirkung im Planverfahren verweigert und anschließend seine Argumente durch Klagen vorbringt“, schimpft er.

„Vor allem für die Altmärker ist es mehr als bedauerlich, dass von Seiten des BUND jetzt wieder auf die Verzögerungstaktik gesetzt wird“, erklärt Peter Mennicke, Sprecher des Verkehrsministeriums. „Wir haben den Auftrag, so schnell wie möglich den A 14-Lückenschluss, die grünste Autobahn Deutschlands, herzustellen. So steht es im Koalitionsvertrag von CDU, SPD und Grünen.“

Der genaue Inhalt der BUND-Stellungnahme gegenüber dem Bundesverwaltungsgericht ist noch nicht bekannt.

Von Christian Wohlt

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